Leverage Trading

Was ist Hebel Trading?

Unter gehebeltem Trading, das auch als Leverage Trading oder Margin-Trading bekannt ist, wird Online-Trading unter teilweiser Verwendung von Fremdkapital verstanden. Es ermöglicht einem Trader, Positionen zu eröffnen, die grĂ¶ĂŸer sind als sein eigenes Kapital. Der Trader muss nur einen bestimmten Prozentsatz der Position investieren, der von vielen Faktoren abhĂ€ngt und bei verschiedenen Instrumenten, Brokern und Plattformen unterschiedlich ist.

Insbesondere im Devisenhandel findet gehebeltes Trading flĂ€chendeckend Anwendung. Das liegt daran, dass Wechselkurse keinen starken Schwankungen unterliegen. Somit wĂŒrden die Gewinne aus kurzfristigen Trades hĂ€ufig nicht ausreichen, um die OrdergebĂŒhr zu verdienen. Daher sind Hebelinstrumente eine beliebte Wahl im Forex trading.

Wie funktioniert Hebel Trading?

Beim Leverage Trading kann sich der Trader innerhalb einer festgelegten Spanne aussuchen, wie viel Prozent von einem Wertpapier er tatsÀchlich bezahlen möchte. Eine andere Herangehensweise ist die Frage, wie stark ein Trader seine Rendite hebeln möchte. Beide Betrachtungsweisen sind die Kehrseiten ein und derselben Medaille, sodass HEBEL = 1/MARGIN gilt. Lassen Sie uns beide Seiten genauer erlÀutern.

Fremdfinanzierung durch den Broker

Ein Broker schreibt vor, dass bei gehebeltem Trading ein Teil der vollen Investitionssumme hinterlegt werden muss. Diesen nennt man Sicherheitsleistung oder auch Margin. Wenn der volle Kaufpreis eines Wertpapieres eingesetzt wird, dann betrÀgt die Margin also 100 Prozent, sodass es gar keinen Hebel gibt. Man handelt also 1:1.

Wird die Margin dagegen kleiner, beispielsweise 50 Prozent, dann betrĂ€gt der Hebel schon 2:1. Ist der Trader nur in der Lage oder gewillt, zehn Prozent des Kaufpreises aufzubringen, dann wĂŒrde der Hebel 10:1 betragen. Der Broker ĂŒbernimmt an dieser Stelle die Finanzierung des Restbetrages. Es handelt sich damit um ein Darlehen von AvaTrade an den Trader.

FremdfinanzierungsgebĂŒhren

Wird eine gehebelte Position nicht ĂŒber Nacht gehalten, dann ist dieser Kredit sogar kostenfrei. Doch bei lĂ€ngeren Halteperioden fallen fĂŒr jeden Tag GebĂŒhren an, da sich Broker dieses Kapital wiederum auch kostenpflichtig bei Banken beschaffen mĂŒssen. Je lĂ€nger man also eine gehebelte Position offen lĂ€sst, desto höher fallen auch die GebĂŒhren aus.

Befindet sich die Position im Plus, dann ist das nicht unbedingt ein Problem. Zwar fressen die Fremdfinanzierungskosten einen Teil der Rendite auf. Doch durch den Hebel fĂ€llt die Rendite ja auch höher aus. Doch man sollte sich hĂŒten, lange an einem gehebelten Trade festzuhalten, der bereits ins Minus lĂ€uft. Das versursacht nicht nur Finanzierungskosten, sondern produziert auch hohe Positionsverluste.

Vorteile von Leverage Trading

Gehebeltes Trading birgt einige Vorteile, die zu einer wachsenden Beliebtheit dieser Methodik gefĂŒhrt hat – nicht nur auf dem Devisenmarkt, sondern ĂŒberall. Doch mit manchen Vorteilen geht gleichzeitig auch ein Nachteil einher, wie die folgenden Abschnitte zeigen werden.

Geringerer Kapitaleinsatz

Zum einen verringert der Hebel das Kapital, das der Trader investieren muss. Anstatt also den vollen Preis fĂŒr ein Wertpapier zahlen zu mĂŒssen, braucht der Trader nur einen Bruchteil davon einzusetzen. So wĂ€re es Ihnen auch möglich, sich die teuerste Aktie der Welt zu leisten. Die Aktie von Warren Buffetts Unternehmen Berkshire Hathaway stand Ende 2017 bei rund 300.000 Dollar. Das ist natĂŒrlich ein unvorstellbarer Preis fĂŒr eine einzelne Aktie und wird von Privatanlegern kaum aufzubringen sein. Bei AvaTrade können Sie Hebel von bis zu nutzen, sodass Sie lediglich 750 Dollar aufbringen mĂŒssten, um sich an dem Erfolg des Unternehmens zu beteiligen.

Leichter diversifizieren

Der geringere Kapitaleinsatz hat den Vorteil, dass es Ihnen auch bei kleinen KontogrĂ¶ĂŸen leichter fĂ€llt, Ihr Portfolio zu diversifizieren. Nach der modernen Portfoliotheorie, die auf Harry Max Markowitz zurĂŒckgeht, ist eine breite Streuung des Portfolios zu empfehlen. Das liegt daran, dass sich manche Wertpapiere gegensĂ€tzlich entwickeln und Preisschwankungen somit teilweise untereinander ausgeglichen werden. Dies lĂ€sst sich durch die Betrachtung des Korrelationskoeffizienten zweier Wertpapiere feststellen. Wer also ein möglichst risikoarmes Portfolio aufstellen möchte, der sollte in verschiedene Wertpapierklassen aus verschiedenen LĂ€ndern und Branchen investieren.

Wenn Sie nur ĂŒber ein kleines Konto verfĂŒgen, beispielsweise 5.000 Euro, dann ist das aber ein schwieriges Unterfangen. Denn je breiter Sie streuen, desto mehr Wertpapiere mĂŒssten Sie kaufen und desto kleiner werden Ihre PositionsgrĂ¶ĂŸen. Damit wĂŒrde Ihre OrdergebĂŒhr relativ zur Position betrachtet aber recht hoch ausfallen. Insofern wĂŒrde es lĂ€nger dauern, bis Sie diese wieder verdient habe.

Durch den Hebel können Sie auch bei kleinen KontogrĂ¶ĂŸen diversifizieren, weil Sie weniger Kapital pro Position benötigen. Allerdings ist ein diversifiziertes Portfolio vor allem bei lĂ€ngeren Zeithorizonten sinnvoll. Dies sollte dann mit einem kleineren Hebel einhergehen. Doch auch wenn Sie eher an kurzfristigem Trading interessiert sind, können Sie durch die Hebelwirkung gleichzeitig zumindest mehrere Trades tĂ€tigen.

Höhere Renditen, aber auch Verluste

Am spĂŒrbarsten ist der Hebel jedoch bei der Rendite. Denn sie wird mit ihm multipliziert. Wenn Sie beispielsweise einen Hebel von 10:1 nutzen und ihr gekauftes Wertpapier um ein Prozent steigt, dann hĂ€tten Sie eine Rendite von zehn Prozent erwirtschaftet. NatĂŒrlich dĂŒrfen Sie nicht vergessen, dass der Hebel ein zweischneidiges Schwert ist.

Denn selbstverstÀndlich kann die Rendite auch negativ ausfallen. Hat das Wertpapier, das Sie mit einem Hebel von 10:1 gekauft haben, nÀmlich ein Prozent Verlust erlitten, dann wÀren Sie zehnfach davon betroffen. Da ein zehnprozentiger Verlust nicht immer leicht zu verkraften ist, sollte der Hebel vorsichtig gewÀhlt werden.

Risikomanagement: Anschnallpflicht beim Hebel-Trading

Da der Hebel in beide Richtungen lĂ€uft, ist ein solides Risikomanagement fĂŒr jeden Trader und Anleger die oberste Pflicht. Wer seine Risiken nicht ganz klar im Blick hat und sie wirksam begrenzt, der wird es nicht schaffen, ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum profitabel zu agieren.

Kleiner Hebel

Insbesondere zu Beginn ist es sinnvoll, mit kleinen Hebeln zu arbeiten, um ein GefĂŒhl fĂŒr das Leverage Trading zu bekommen. Mit der Zeit kann man ihn natĂŒrlich auch grĂ¶ĂŸer wĂ€hlen, doch man sollte sich des Risikos stets bewusst sein. Doch gerade bei langfristig angelegten Trades empfiehlt sich tatsĂ€chlich ein kleiner Hebel, denn fĂŒr das nötige Fremdkapital fallen auch Zinskosten an.

Großer Hebel und kleine Position

Besonders im Day-Trading können teilweise auch sehr hohe Hebel zur Anwendung kommen. Beispielsweise geht man beim Event-Trading von der VerkĂŒndung eines bestimmten Wirtschaftsindikators oder auch dem Ausgang eines bestimmten Ereignisses aus. Trader positionieren sich dann im Vorfeld eines solchen Events in einer bestimmten Richtung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass hierbei ein hoher Hebel genutzt wird. Da damit – wie erwĂ€hnt – ein hohes Risiko einhergeht, bleibt die PositionsgrĂ¶ĂŸe aber eher klein (Money Management). So kann zwar schnell ein Totalverlust eintreten, wenn der Trader mit seiner Meinung falsch lag, doch dies fĂ€llt dann relativ betrachtet nicht so stark ins Gewicht.

Stop-Loss-Orders

Das beliebteste Instrument zur Verlustbegrenzung sind definitiv Stop-Loss-Orders. Dabei kann der Trader ein bestimmtes Kurslevel angeben, ab dem er nicht mehr bereit ist, seine Position zu halten. Wird selbiges erreicht, dann löst der Broker umgehend und automatisch eine Market-Verkaufsorder aus. Das bedeutet, dass das Wertpapier etwa aber nicht zwangslĂ€ufig genau zu dem angegebenen Stop-Loss-Level abgestoßen wird. Je volatiler der Markt in diesem Moment ist, desto grĂ¶ĂŸer kann die Abweichung davon sein.

Auf welchem Niveau der Stop platziert werden sollte, muss jeder Trader natĂŒrlich fĂŒr sich entscheiden. Hier hat jeder Mensch andere PrĂ€ferenzen, was vom Grad der eigenen Risikoaversion abhĂ€ngt. Doch hat man sich fĂŒr ein gewisses Level entschieden, dann gibt es zwei Strategien.

  1. Handelt man beispielsweise einen Trend, dann könnte man den Stop immer auf das letzte Tief nachziehen. Ähnlich funktioniert es mit anderen Vorgehensweisen, die auf der charttechnischen Analyse beruhen.
  2. Alternativ kann ein Trailing Stop eingestellt werden. Dieser wird immer im gleichen Abstand zum letzten erreichten Hochpunkt platziert. So werden einmal erzielte Gewinne bis zu einem gewissen Prozentsatz abgesichert. Beispielsweise kann der Trailing Stop drei Prozent unterhalb des wĂ€hrend des Trades erreichten Höchstkurses platziert werden. Bei Tradebeginn ist das natĂŒrlich das aktuelle Niveau. Steigt der Kurs dann, so klettert auch das Stop-Level. So können einmal erreichte Renditen zu einem gewissen Teil abgesichert werden.

Instrumente des Hebel-Tradings

Es gibt nicht nur ein Instrument, um Leverage Trading zu betreiben. Letztlich kommt der Hebel ĂŒberall zustande, wo nicht der gesamte Kaufbetrag, sondern nur ein Teil dessen hinterlegt werden muss. Sogar beim ETF-Trading kann man inzwischen von einem Hebel Gebrauch machen. Außerdem verfĂŒgen beispielsweise auch Futures ĂŒber den Leverage-Effekt. Diese sind aber vor allem institutionellen Anlegern vorbehalten. FĂŒr Privatanleger sind dagegen eher die folgenden drei Instrumente von Bedeutung.

CFDs

Mit den sogenannten Differenzkontrakten (Contracts for Difference) setzt ein Trader auf die Kursdifferenz eines Wertpapiers ohne dieses zu besitzen. Statt ein Asset also ĂŒber die Börse zu kaufen, geht man einen Vertrag mit AvaTrade ein. Neben der Hebelwirkung haben CFDs auch den Vorteil, dass Sie damit sowohl auf steigende (long) als auch auf fallende Kurse (short) setzen können.

Optionen

Auch Optionen beinhalten einen Hebel, da sie meistens fĂŒr einen Bruchteil des Basiswertes gehandelt werden. Zudem bietet auch dieses Instrument die Möglichkeit, sowohl an kletternden als auch absackenden Kursen zu partizipieren. Allerdings ist die PreisverĂ€nderung bei Optionen ein komplexer Prozess, den man unbedingt verstehen sollte. Wenn Sie sich hier bereits gut auskennen, können Sie bei AvaOptions Ihre ersten Trades durchfĂŒhren. Einfacher zu verstehen, sind dagegen CFDs. Das macht Sie unter Privatanlegern auch so beliebt.

Zertifikate

Zertifikate gehören zu der Klasse der strukturierten Produkte und können ebenfalls einen Hebel enthalten. Diese werden dann hĂ€ufig als Sprinter- oder Turbo-Zertifikate bezeichnet und enthalten Optionselemente und andere Instrumente, um ein bestimmtes Auszahlungsprofil fĂŒr den Kunden zu generieren. Auch diese Produkte sind komplex und sollten gut verstanden werden. Da das CFD-Trading aber intuitiver ist, können Sie bei AvaTrade keine Zertifikate erwerben.

Handeln mit Margin

Initial Margin (Einschusszahlung)

Weiter oben haben wir ausgefĂŒhrt, dass Sie einen gewissen Betrag hinterlegen bzw. bezahlen mĂŒssen, wenn Sie mit einem CFD einen Hebel-Trade durchfĂŒhren wollen. Je höher der Hebel, desto kleiner die Sicherheitsleistung. Der Betrag, den Sie erstmalig beim Abschluss des GeschĂ€ftes zahlen, wird Einschusszahlung oder auch Initial Margin genannt. Nehmen wir an, Sie wollen Aktien kaufen, beispielsweise Amazon-Aktien. Ende 2017 stand sie bei rund 1.200 Dollar. HĂ€tten Sie diese Aktie mit einem Hebel von 100:1 gekauft, dann wĂ€ren fĂŒr einen CFD auf eine Einheit dieser Aktie lediglich 12 Dollar Einschusszahlung angefallen.

Margin-Call (Notverkauf)

Doch was passiert, wenn die Aktie nach einem gehebelten Kauf im Preis fĂ€llt? Dann ist es wichtig, wie viel Geld noch auf dem Trading-Konto zur VerfĂŒgung steht. Angenommen, die Amazon-Aktie fĂ€llt nach Ihrem Kauf um genau 12 Dollar. Dann wĂ€re der Wert Ihrer Position bereits bei null angelangt. Doch natĂŒrlich könnte die Aktie problemlos weiter fallen. Daher wĂŒrden Sie an dieser Stelle aufgefordert werden, Geld auf Ihr Trading-Konto einzuzahlen, um die sogenannte Maintenance Margin wieder zu erreichen. Diesen Prozess nennt man auch Margin-Call.

Was kann mit Hebel gehandelt werden?

AvaTrade bietet Ihnen durch CFDs auf unzÀhlige Basiswerte die Möglichkeit, jeden davon mit Hebel zu traden. Dabei variieren Hebel und Margin aber in den verschiedenen Klassen und Instrumenten. Wenn Sie Forex handeln, werden daher andere Obergrenzen vorgegeben als das bei Aktien der Fall ist. Möglich ist ein Hebel aber bei all unseren Basiswerten:

AvaTrade: Kleine Margin und große Hebel

AvaTrade, der regulierte Broker, bietet eine Vielzahl an Instrumenten an, die unterschiedlich gehebelt werden können. Beim MetaTrader können Sie einen Hebel von bis zu nutzen. Die meisten Forex-Paare (Was ist ein Pip?) haben den grĂ¶ĂŸten Hebel, einige Metalle wie beim Gold Trading haben einen Hebel von , bei Rohöl betrĂ€gt er und bei anderen Metallen wie Silber und Platin betrĂ€gt er . Sie können auch den Bitcoin mit hebel kaufen.

Sollten Sie Fragen zu dieser Materie haben, bietet Ihnen unsere Webseite noch zahlreiche weitere Informationen an. Zudem können Sie in unserem Weiterbildungsportal mehr zu dieser Thematik erfahren. Werden Sie online nicht fĂŒndig, hilft Ihnen unser mehrsprachiger Kundenservice auch gern telefonisch 24/5 weiter.