Autotrading

Auto Trading

Wer gerade mit dem Börsenhandel beginnt, der weiß, wie schwer es anfangs sein kann. Was soll man handeln und nach welcher Methodik gehe ich vor? Wie sichere ich meine Position ab? Wie funktioniert richtiges Money Management? Die Fragen können zu Beginn einer Trading-Karriere schier endlos wirken. Doch selbst, wenn man sie sich beantworten konnte, muss man für den Börsenhandel reichlich Zeit aufwenden. Wer sich nicht hauptberuflich als Day-Trader verdingt, findet jedoch oft nur wenig Zeit für das Trading. Auto-Trading kann die Lösung sowohl für mangelndes Wissen als auch für ein knappes Zeitbudget sein. Denn hierunter versteht man automatisierte Handelsprogramme, die für Sie Trades eingehen.

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ZuluTrade

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Eine der beliebtesten heutzutage genutzten Auto-Handelsplattform. ZuluTrade setzt die Empfehlungen von erfahrenen Händlern um und führt den Handel auf Ihrem AvaTrade-Konto automatisch aus
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Was ist automatisierter Handel?

Beim normalen Online-Trading sitzt der Händler vor seinem heimischen PC, beobachtet Charts, bewertet Fundamentaldaten, behält die News im Auge und platziert als Ergebnis einen Trade bzw. schließt ihn wieder. Dieser Prozess nimmt jedes Mal viel Zeit in Anspruch und genau da setzt der automatisierte Handel an. Denn darunter versteht man die Automatisierung sowohl des Auswahlprozesses anhand einer vordefinierten Logik als auch der eigentlichen Orderplatzierung.

Copy-Trading

Das Copy-Trading wird dem Social-Trading zugeordnet. Hierbei läuft im Hintergrund allerdings kein Automatismus ab, sondern echte Trader platzieren echte Orders auf Basis ihres Handelssystems. Über die sogenannten Service Signale haben Sie die Möglichkeit, erfolgreichen Tradern zu folgen und von deren Trades zu profitieren, indem sie automatisch in Ihrem persönlichen Trading-Konto nachvollzogen werden. Das Signal kommt also von realen Personen, die Sie selbst anhand verschiedener Parameter auswählen können.
Dazu gehört allen voran die historische Performance eines Traders, denn natürlich wollen Sie nur erfolgreiche Systeme kopieren. Außerdem ist wichtig, welche Assets Sie handeln möchten, ob und welchen Hebel Sie dabei einsetzen wollen und ob Sie einem aggressiven oder eher konservativen Trader folgen wollen. Letzteres schlägt sich in der Schwankungsbreite der erwirtschafteten Renditen nieder und ist ein Maß für das eingegangene Risiko.

Auto-Trading

Anders als beim Copy-Trading ist beim reinen Auto-Trading keine weitere Person direkt beteiligt. Denn im Hintergrund arbeitet ein automatisches Programm, das anhand eines etablierten Trading-Systems Signale generiert und – wenn Sie dies wünschen – auch automatisch Kauf- und Verkaufsorders für Sie platziert. Dies kann auf Basis charttechnischer Indikatoren, makroökonomischer Variablen oder aber fundamentaler Analysen geschehen.
Solche Programme werden auch Expert Advisors genannt. Sie haben dabei die Möglichkeit, selbst einen EA zu programmieren. Alternativ können auch fertige Expert Advisors anderer Trader genutzt werden, um von deren Erfahrungen und Wissen profitieren zu können.

Vor- und Nachteile des automatisierten Tradings

Natürlich wartet der Einsatz automatisierter Programme zum Handel von Wertpapieren nicht ausschließlich mit positiven Aspekten auf. Auch die Schattenseiten müssen beleuchtet werden.
Vorteile

keine Emotionen

Ein großes Problem beim Börsenhandel ist Emotionalität des Traders. Entscheidungen für oder gegen das Öffnen und Schließen einer Position sollten immer aufgrund harter Fakten geschehen. Jedoch gelingt dies nicht jedem Trader. Gerade nach hohen Verlusten kann man leicht von seinen Emotionen übermannt werden. Beispielsweise kennen sicher viele Menschen das Gefühl, entstandene Verluste möglichst schnell wieder ausgleichen zu müssen. Dafür sind sie dann häufig bereit, ein höheres Risiko zu tragen. Beim Auto-Trading mit dem Expert Advisor können Sie diesem Fallstrick gänzlich aus dem Weg gehen, da hier eine Maschine aufgrund vordefinierter Regeln entscheidet.

Zeitersparnis

Einer der größten Vorteile liegt in der Einsparung wertvoller Lebenszeit. Denn während Ihre Anwesenheit beim manuellen Handel permanent erforderlich ist, können Sie beim Auto- und Copy-Trading bequem anderen Tätigkeiten nachgehen. Beispielsweise könnten Sie die gewonnene Freizeit nutzen, um Ihr Trading-Wissen mithilfe unseres Weiterbildungsportals weiter auszubauen, was Ihre Gewinne nachhaltig steigern kann.

Das Wissen anderer

Nicht zu unterschätzen ist der Vorteil, dass Sie zunächst gar kein eigenes Wissen benötigen, um professionellen Börsenhandel zu betreiben. Zwar müssen Sie über genug Erfahrung und Kenntnisse verfügen, um sich für einen Trader oder ein Programm zu entscheiden, jedoch werden die Trades an sich automatisiert abgewickelt. Insofern stellt das Auto-Trading einen leichten Einstieg dar. Aber natürlich fällt es Ihnen dann schwerer, das vorhandene Angebot an Tradern und Programmen einschätzen zu können. Insofern raten wir Ihnen trotzdem zu einem fundierten Wissen und einem reichen Erfahrungsschatz, bevor Sie sich auf die Fähigkeiten anderer verlassen sollten.

Nachteile

Doch man sollte sich auch der Gefahr bewusst sein, sein Trading-Kapital einer Maschine oder einem fremden Trader anzuvertrauen. Denn natürlich kann der Expert Advisor Programmierfehler enthalten oder der Trader Fehler begehen. Dass Verluste auch zum automatisierten Börsenhandel gehören, sollte zwar klar sein. Doch durch solche Fehler könnte die Performance auch über längere Strecken schlecht ausfallen.
Außerdem gibt es das Risiko sich ändernder Märkte. Ein bewährtes Trading-System kann eine Zeit lang hervorragend funktionieren. Doch wenn sich die Gegebenheiten an den Finanzmärkten ändern, beispielsweise weil es eine Rezession gab oder neue Gesetze beschlossen wurden, dann könnte auch ein erfolgreiches Handelssystem seine Gültigkeit verlieren. Aus diesem Grund ist eine gewisse Erfahrung von enormer Bedeutung. Denn nur wer sein Geschäft versteht, der kann auf solche veränderten Bedingungen reagieren, indem er einen neuen Expert Advisor nutzt bzw. einem anderen Trader folgt.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Copy-Trading und Auto-Trading

Zusammengefasst haben Copy-Trading und Auto-Trading also die folgenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Gemeinsamkeiten Unterschiede
Copy-Trading (als Signal-Abonnent) · Wissen und Erfahrungen anderer Trader nutzen
· automatische Generierung von Signalen
· automatische Platzierung von Orders
· Zeitersparnis
· keine eigene Handelsstrategie
· keine Programmiersprache benötigt
· Emotionen nicht eliminiert
· kein Backtest möglich
Auto-Trading · Programmierung eigener Handelsstrategie möglich
· Programmierkenntnisse nötig
· keine Emotionen
· Backtest möglich

Wann lohnt es sich Auto-Trading einzusetzen?

Auto-Trading ist immer dann sinnvoll, wenn eine bestimmte Strategie wirklich gut funktioniert und die Rahmenbedingungen, die der Markt vorgibt, über lange Zeit stabil sind. Wurde ein Algorithmus also während einer Rezession erstellt, so sollte er nicht in einer ökonomischen Blütephase verwendet werden und umgekehrt. Ein Beispiel für eine gute Zeit war die Phase nach dem Überstehen der Euro-Krise. Die Zinssätze waren lange tief, die Wirtschaft begann zu florieren und die Arbeitslosigkeit sank. Zwar hat sich das Umfeld stetig verbessert, aber größere fundamentale Änderungen waren nicht zu erwarten. Insofern war dies eine geeignete Phase beispielsweise für automatisierte Long-Strategien auf dem europäischen Aktienmarkt.
Davon abgesehen gibt es keine zeitlichen Einschränkungen an die Verwendung von Expert Advisors.

Devisenhandel und Auto-Trading

Der Devisenhandel ist bei sehr vielen Tradern beliebt. Denn er weist eine hohe Liquidität auf, da hier sehr viele Marktteilnehmer beteiligt sind. Das wirkt sich in Form von engen Spreads aus, was natürlich bei der Gewinnerzielung hilfreich ist. Vor allem aber ist der Forex-Markt so beliebt, weil er fast durchgehend zur Verfügung steht. Durch die unterschiedlichen Handelszeiten rund um den Globus lassen sich die Hauptwährungspaare wie EUR/USD  und Bitcoin handeln, fast überall und rund um die Uhr.
Nun kann natürlich kein Trader über weite Strecken 24 Stunden am Tag traden. Doch eine Maschine ist dazu problemlos in der Lage und genau hierin liegt der Vorteil bei der Nutzung von Auto-Trading im Devisenmarkt. Allerdings sind hierbei wirklich nur Expert Advisors sinnvoll, da beim Copy-Trading ein Mensch am Werk wäre, der natürlich Schlaf braucht.
Doch wenn Sie einen Expert Advisor programmieren oder erwerben, der auf den Devisenhandel und vielleicht auch auf ein bestimmtes Währungspaar spezialisiert ist, dann bieten sich auf den verschiedenen Börsenplätzen viele Chancen. Doch sollten Sie sich wie immer auch der Risiken bewusst sein.
Im Schaubild sehen Sie, wie sich die Handelszeiten im Devisenhandel in deutscher Zeit (GMT+1) auf die unterschiedlichen Handelsplätze verteilen. Abgesehen vom Sonntag kann also fast 24/7 gehandelt werden.
Handelszeiten rund um die Welt

Expert Advisors (EAs) – automatisiertes Trading über den MetaTrader

Wie eingangs geschildert, sind Expert Advisors Handelsroboter, die Sie in den MetaTrader 4 integrieren können. Diese Programme können dabei sogar selbst erstellt werden. Jedoch ist dafür viel Trading-Erfahrung sowie Know-How nötig. Einfacher ist also der Erwerb eines bereits programmierten EAs.

Worauf ist zu achten?

Zunächst sollte man wissen, dass jeder Markt, ja sogar jedes Asset einen eigenen Expert Advisor erfordern kann. Je spezialisierter ein EA für MT4 ist, desto besser passt er zu den individuellen Kursmustern, die ein Wertpapier aufweist. Andererseits kann eine zu starke Ausrichtung auf ein Asset auf häufigere Änderungen nötig machen. Denn sobald sich die Dynamik eines Wertpapiers aufgrund der sich stetig wandelnden Gegebenheiten verändern, dann sind auch Anpassungen des Handelsroboters nötig.
Betrachten wir zu Verdeutlichung zwei unterschiedliche Märkte: Gold und den S&P 500 Index. Der S&P 500 ist ein Aktienindex, der die Wertentwicklung des US-amerikanischen Aktienmarktes abbilden soll. Läuft die Wirtschaft rund, so steigen in der Regel die Gewinne von Unternehmen, sodass meist auch die Aktienkurse klettern. Gold wird dagegen als die Krisenwährung bezeichnet. Denn Anleger flüchten sich häufig in das glänzende Metall, wenn die Kurse anderweitig einbrechen oder die Inflation stark anzieht.
Nehmen wir nun an, dass der Konjunkturzyklus sich gerade dem Höhepunkt nähert und auch Aktienkurse nahe Ihrer Allzeithochs notieren. Dann steigt in der Regel die Inflation an, was die Notenbank zur Anhebung der Zinssätze veranlasst. Meistens leitet dies Kursrückgänge am Aktienmarkt ein und befeuert stattdessen die Performance von Gold. Daran können Sie sehen, dass unterschiedliche Märkte ganz individuell auf neue Bedingungen reagieren, sodass verschiedene Programme notwendig sind.