Wirtschaftskalender

Der Wirtschaftskalender

Der internationale Wirtschaftskalender von AvaTrade zeigt tägliche Finanzereignisse an, die verschiedene Finanzmärkte beeinflussen. Erfahrene Trader ziehen diese Ereignisse in Erwägung und planen ihre Trades dementsprechend. Jedes dieser Ereignisse kann Veränderungen im Wert verschiedener Finanzinstrumente bewirken, die jedoch normalerweise gering ausfallen.

Es ist an der Zeit ein Konto zu eröffnen und anhand von zukünftigen Ereignissen zu traden!

Fundamentale Analyse für den Wirtschaftskalender

Erfahrene Trader wissen wie sie ihre Trades, vor und nach den Ereignissen, planen und ausführen, sodass sie mit dem Wirtschaftskalender zusammenpassen. Die Nutzung des Wirtschaftskalenders ist Teil der fundamentalen Analyse und zielt darauf ab, den Inhalt und die möglichen Ergebnisse vorauszusehen, um fundierte und kluge Trades auszuführen.

Beobachten Sie das ökonomische Umfeld genau und beurteilen Sie, wie eine positive oder negative Überraschung auf die Märkte wirken könnte. Die Erwartung, die die Finanzwelt im Durchschnitt an die Veröffentlichung diverser Wirtschaftsdaten hat, wird Konsensprognose genannt und lässt sich direkt im AvaTrade Wirtschaftskalender ablesen. So sind unsere Trader jederzeit über die Erwartungen der Finanzwelt informiert.

Am besten lassen sich die Ereignisse bewerten, wenn man sie in einem ökonomischen Gesamtkontext betrachtet und auch mit vergangenen Kursreaktionen vergleicht. Man muss sich also fragen, wie sich Kurse früher in diesem Umfeld verhalten haben, wenn bestimmte Wirtschaftsdaten positiv oder negativ überrascht haben. Aber natürlich ist dies nie ein Garant für das zukünftige Verhalten – es stellt lediglich einen Richtwert dar.

Mit CFDs jede Marktmeinung handeln

Das sich die Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten, über die der Wirtschaftskalender informiert, positiv und negativ auf die Kurse von Assets auswirken können, müssen beide Entwicklungsrichtungen gehandelt werden können. Mithilfe von Contracts For Difference (kurz CFDs) können Sie sowohl auf steigende Kurse setzen (long gehen) als auch von fallenden Kursen profitieren (short gehen). Sie sind somit ein ideales Instrument, um jede Marktmeinung zu handeln.

Darüber hinaus bieten die Differenzkontrakte auch die Möglichkeit, einen Hebel zu nutzen. Beim Leverage-Trading können Sie Positionen handeln, die ein Vielfaches Ihres Einsatzes (Margin genannt) betragen. Allerdings sollten Sie von der Hebelwirkung nur vorsichtig Gebrauch machen. Eine Faustregel lautet deshalb, dass kleine Positionen mit einem großen Hebel einhergehen können, während bei großen Positionen eher ein kleiner Hebel von Vorteil ist. Denn nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste werden mit dem Hebel multipliziert.

Mit dem Wirtschaftskalender traden

Falls Sie eine positive Überraschung bei einer Veröffentlichung erwarten, weil Ihre Analysen dies ergeben haben, dann können Sie sich mit einem Long-Investment positionieren. Vermuten Sie dagegen, dass die Veröffentlichung unterhalb der Konsens-Prognose liegt, dann ist eine Short-Position eine gute Idee. Doch bedenken Sie stets, dass Ihre Prognosen falsch sein können, sodass es zu Verlusten kommt. Positionen sollten daher immer abgesichert werden.

Doch wann sollte gehandelt werden? Die meisten Trader positionieren sich bereits vor der Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten. Daher ist unmittelbar vorher auch nur noch eine geringe Volatilität zu beobachten – die Trades wurden gemacht und nun warten die Händler gespannt vor ihren Bildschirmen. Direkt nach der Veröffentlichung kommt wiederum mehr Schwung in den Handel. Manche Trader stocken ihre Position auf, andere verkaufen, werden ausgestoppt oder setzen sogar auf fallende Kurse. In dieser Phase können Daytrader aufgrund der erhöhten Volatilität hohe Gewinne aber auch Verluste erzielen. Es ist aber auch möglich, erst nach der Veröffentlichung Trades zu platzieren, jedoch wird dann ein Teil der Bewegung eingebüßt.

Unabhängig davon, mit welcher Strategie man an den Start geht, das Trading von Wirtschaftsdaten (Event-Trading) ist immer nur kurzfristiger Natur, wie der nächste Abschnitt weiter erklärt.

Wie wirken die Veröffentlichungen aus dem Wirtschaftskalender?

Um sich ein Bild von der Wirkungsweise von Wirtschaftsdaten auf Vermögenspreise zu machen, muss man verstehen, wie Kurse gebildet werden. Natürlich richtet sich der Preis nach Angebot und Nachfrage. Aber beide Größen werden auf der Basis von Erwartungen an die Zukunft gebildet. Wenn die Mehrheit der Anleger also von einer soliden wirtschaftlichen Lage sowie Zukunft ausgeht, dann werden auch steigende Unternehmensgewinne, höhere Rohstoffbedarfe und ausgeglichenere Staatsfinanzen erwartet. Wenn die Konjunkturindikatoren also günstig ausfallen, dann gehen diese Beobachtungen häufig mit steigenden Erwartungen an die Zukunft einher.

Global, regional oder branchenbezogen

Zunächst ist festzustellen, dass einzelne Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten unterschiedliche Auswirkungen auf die Märkte haben können. Dabei gibt es Ereignisse, die sich vor allem auf bestimmte Branchen beziehen, wie beispielsweise die Einzelhandelsumsätze. Allerdings sind sie auch gesamtwirtschaftlich relevant, weil Sie Aufschluss über das vergangene Verbraucherverhalten geben. Eine globale Wirkung entfalten sie jedoch nicht.

Von größerer Bedeutung sind dagegen Veröffentlichungen zur Industrieproduktion, dem Bruttoinlandsprodukt oder der Arbeitslosenstatistik. Ebenso haben Leitzinsänderungen große Auswirkungen, da sie auch die globalen Kapitalströme beeinflussen können. Denn steigt das Zinsniveau in einem Land an, dann werden auch die dortigen Fixed Income Kontrakte attraktiver, was andere Länder als Anlageort – relativ betrachtet – unattraktiver macht.

Kurz- und langfristige Wirkung

Zeitlich betrachtet, haben solche Veröffentlichungen aber eher einen sehr begrenzten Einfluss. Einerseits positionieren sich Trader im Vorfeld, sodass die meisten Kursbewegungen bei erwartungsgemäßen Wirtschaftsdaten schon stattgefunden haben. Denn Erwartungen sind an der Börse meist in den Kursen eingepreist. Andererseits positionieren sich Anleger, auch institutionelle Investoren rasch neu, falls das aufgrund großer Überraschungen nötig sein sollte.

Jedoch kann die Summe positiver Nachrichten durchaus eine längerfristige Wirkung haben. Tendieren die Konjunkturindikatoren eines Landes oder der Welt mehrheitlich nach oben, dann floriert die Wirtschaft und Assetpreise können einen Aufwärtstrend ausbilden. Insofern lassen sich auch langfristige Strategien auf dem Wirtschaftskalender aufbauen, wenn man in der Lage ist, das Gesamtbild richtig zu deuten. Hierfür ist ein gutes Verständnis für die Funktionsweise der Wirtschaft und der Märkte Voraussetzung.

Asymmetrische Kursreaktionen

Vielen Anlegern fällt es oft leichter, auf steigende als auf fallende Kurse zu setzen. Unter anderem liegt das daran, dass Direktinvestitionen oft nicht für Short-Investitionen genutzt werden können.  Jedoch tendieren gerade Aktienkurse langfristig nach oben, sodass die Wahrscheinlichkeit für steigende Assetpreise bei dieser Anlageklasse sogar tatsächlich höher ist, als für sinkende Kurse. Das hat zur Folge, dass mehr Trader long als short positioniert sind. Wenn nun beispielsweise die Wachstumsrate des Bruttoinlandproduktes der Eurozone deutlich unterhalb der Erwartungen liegt, dann werden mehr Investoren auf dem falschen Fuß erwischt als es umgekehrt der Fall wäre. Somit kommt es gehäufter zu Verkäufen, sodass negative Kursreaktionen oft stärker ausfallen als ihr positiver Gegenpart.

Beispiel: Non-Farm-Payrolls

An jedem ersten Freitag des Monats, veröffentlicht das US-Amt für Arbeitsstatistik die Gesamtzahl der Angestellten in den USA, von denen Bereiche wie Regierungsangestellte, Landwirte und Non-Profit-Unternehmen ausgeschlossen sind. Dieser Bericht wird „Non-Farm Payrolls“ genannt. Er beinhaltet etwa 80 Prozent der amerikanischen Arbeitskraft. Finanznachrichten-Agenturen und Unternehmen geben Prognosen über den Bericht heraus. Das zieht die Aufmerksamkeit der Trader an, die bereits eine Vorahnung des Berichtes haben und versuchen, dementsprechend zu traden.

Sobald der Bericht veröffentlicht ist, vergleichen die Trader ihn mit deren Voraussagen. Wenn die Daten besser als erwartet ausfallen, steigen die relevanten Märkte. Eine höhere Arbeitslosenrate wird jedoch zu einem Fall der meisten Märkte führen. Der „Non-Farm Payrolls“-Bericht kann viele weitere Bereiche beeinflussen. Denn die Verfassung des Arbeitsmarktes beeinflusst das Konsumverhalten und damit die Möglichkeit der Unternehmen, Gewinne zu erzielen. Sie geben aber auch einen Hinweis darauf, wie die Sozialsysteme zukünftig belastet werden. Insofern haben diese Berichte durchaus das Potenzial, kursverändernd auf Aktien und andere Assetklassen zu wirken. Deswegen wird es als Ereignis von großer Relevanz für die Finanzmärkte angesehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass viele Trends, die nach dem Ereignis auftreten, auch von vielen weiteren Faktoren beeinflusst werden. Es gibt keine Sicherheit dafür, dass der Markt jedes Mal gleich reagiert, da es viele weitere Elemente gibt, die ihn beeinflussen.

Der Wirtschaftskalender im Forex-Trading

Gerade der Devisenhandel ist bei Daytradern sehr beliebt. Man kann hier fast 24/7 handeln und das große Handelsvolumen sorgt für geringe Differenzen zwischen An- und Verkaufskursen. Man spricht hierbei auch von engen Spreads. Auf keinem Markt werden täglich größere Summen bewegt, sodass kein anderer Markt so liquide ist wie der für Fremdwährungen.

Natürlich sind auch hier langfristige Investoren unterwegs, aber bei Privatanlegern ist der FX-Markt insbesondere für den kurzfristigen FX-Handel von Interesse. Daytrader agieren hier vor allem auf Basis der charttechnischen Analyse. Jedoch ist auch das Event-Trading beliebt, sodass der Wirtschaftskalender ins Spiel kommt. Dadurch, dass die ökonomischen Veröffentlichungen von vielen Akteuren beachtet werden, haben sie auch einen Einfluss auf die Kurse von Währungspaaren. Insbesondere Hauptwährungen werden durch neue Wirtschaftsdaten beeinflusst, während exotische Währungen, z.B. von Schwellenländern weniger anfällig für derartige Veränderungen sind.

Am stärksten sind die Auswirkungen bei Indikatoren, die einen direkten Einfluss auf Währungen und Geldströme haben. Dazu gehören die Leitzinsentscheidungen der Notenbanken, für die auch Inflationsraten als Vorboten dienen können. Denn sehr hohe oder sehr niedrige Preissteigerungen widerstreben den Zielvorgaben der Währungshüter und werden deshalb durch geldpolitische Maßnahmen bekämpft. Aber auch Veröffentlichungen zu Direktinvestitionen oder zum Bruttoinlandsprodukt können die Devisenmärkte beeinflussen.

AvaTrades Wirtschaftskalender

Es wäre für Trader aller Finanzinstrumente weise, den Wirtschaftskalender genau zu beobachten. Wie in dem obigen Beispiel gezeigt, kann ein Ereignis gleich mehrere Anlagegüter beeinflussen. Mit dem Kalender im Einklang zu traden, wird Ihnen helfen den Markt zu verstehen und ihm einen Schritt voraus zu bleiben. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung kann der Kalender Ihnen helfen Ihre fundamentale Analyse und Ihre Prognosen anhand von kommenden Finanzereignissen zu verbessern.

Um die Funktionsweise des Kalenders in Verbindung mit Ihrem Trading risikofrei zu testen, empfehlen wir stets unser kostenloses Demokonto. Dort starten Sie mit einem Anfangsguthaben virtuellen Geldes, das Sie über CFDs in verschiedene Assets investieren können. Gewinne oder Verluste haben dabei keine Auswirkungen, da es sich zum „Spielgeld“ handelt. Aber es gibt Ihnen die Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln und aus den typischen Anfängerfehlern zu lernen. Überlegen Sie sich vor der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, wie Sie sich positionieren könnten, tätigen Sie Trades auf dem Demokonto und prüfen Sie im Anschluss, ob Ihre Strategie aufging. Wenn das der Fall ist, dann wird es Zeit, ein Echtgeldkonto zu eröffnen und mit der Trading-Karriere zu beginnen.

Es ist an der Zeit ein Konto zu eröffnen und anhand von zukünftigen Ereignissen zu traden!