Islamisches Handelskonto

Islamisches Handelskonto

Islamische Konten

Online-Handelsplattformen arbeiten 24 Stunden am Tag und ermöglichen Nutzern, aus einer großen Auswahl an Tradingmöglichkeiten zu wählen. Sie können Anleihen oder Aktien handeln, sich im Forex Trading versuchen oder auf Rohstoffe spekulieren. Egal ob Sie dabei auf Einzelwerte oder den ETF-Handel setzen, als Instrument werden stets CFDs genutzt. Doch bei all diesen Geschäften müssen muslimische Trader die Glaubensvorschriften des Islam achten.

Im Islam gelten fünf Prinzipien, die sich auf Bankgeschäfte und Finanztransaktionen auswirken. Erstens gilt laut Scharia das Zinsverbot. Es untersagt sogenannte Ribā, also Finanzgeschäfte, die auf Zinsen beruhen. Das zweite Prinzip wird Gharar genannt, das Verbot der Spekulation. Damit sind jegliche Geschäfte gemeint, die eine bedeutende Unklarheit über wesentliche Hauptleistungspflichten beinhalten. Hierzu gehören beispielsweise auch Derivate, die – egal ob als Absicherung oder als spekulatives Instrument – somit verboten sind.

Mit der Spekulation sehr verwandt, sind das Glücksspiel und die Wette (Maysir). Auch diese sind durch die Scharia untersagt. Da der Aktienhandel langfristig als Investition gesehen wird, ist er in dieser Hinsicht gestattet. Daytrading wird aufgrund seines kurzfristigen Charakters als Wette angesehen, weshalb dieses ausgeschlossen ist. Wer sich also beispielsweise im Nasdaq-Trading versuchen möchte, der sollte langfristige Absichten hegen, um Scharia-konform zu agieren.

Außerdem gilt Harām– das Verbot unethischer Geschäfte wie Waffenhandel, Drogenhandel, Tabak, Alkoholkonsum, Schweinefleisch, Prostitution und Pornografie. Folglich dürfen keine Trades getätigt werden, die diese zum Inhalt haben. Bevor man also Aktien eines Unternehmens erwirbt, muss jeder Trader selbst ein „Scharia Screening“ durchführen, indem er prüft, ob unethische Geschäfte zu den Tätigkeiten des Unternehmens gehören. Und fünftens wird das Prinzip der Gewinn- und Verlustrechnung praktiziert. Das bedeutet, dass der Investor eines Unternehmens nicht als Gläubiger aufgefasst wird und somit an Gewinn und Verlust beteiligt ist.

Was ist ein Islamisches Konto?

Ein islamisches Konto ist dafür gemacht, muslimischen Tradern den Zugang zum Finanzmarkt zu ermöglichen, ohne dass diese dabei gegen Glaubensgrundsätze verstoßen. Wie eingangs erläutert, investieren Trader bei AvaTrade ausschließlich über CFDs.

CFDs sind Finanzprodukte, die auch eine Hebelwirkung ermöglichen. Trader können den Wert ihrer Position bis zu 400:1 hebeln. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass der Großteil der Position fremdfinanziert ist. Das heißt, der Trader nimmt, technisch betrachtet, einen Kredit bei AvaTrade auf. Intraday fällt dabei keine Gebühr an. Bleiben Positionen jedoch länger als 24 Stunden offen, so muss der Kreditzins – auch SWAP genannt – gezahlt werden.

Für muslimische Trader, die der Scharia folgen, ist dies aber aufgrund des Zinsverbotes nicht gestattet. Um dieses Problem zu lösen, bieten Broker muslimischen Tradern einen Service an, der “Islamisches Konto” genannt wird. Dieses Konto bietet dieselben Möglichkeiten und Optionen eines normalen Kontos, aber es fallen keine speziellen Gebühren oder Zinsen an.

AvaTrade, als Broker, der seinen Kunden vollständig verpflichtet ist, bietet diesen Service auf dem höchsten Niveau an. Eröffnen Sie noch heute ein islamisches Konto bei uns!

Islamischer Forex-Handel

Der Devisenhandel stellt für Muslime ein besonderes Problem dar. Der Tausch zweier Währungen gegeneinander ist grundsätzlich keine Hürde. Zwar sollen Geschäfte „Hand zu Hand“ stattfinden, aber da dies in der heutigen Zeit ohnehin häufig nicht der Fall ist, gilt hier eine allgemeinere Definition. Nämlich wird die Regel so ausgelegt, dass ein Handel zwischen zwei Parteien stattfinden muss – in diesem Fall dem Trader und dem Broker.

Allerdings ist der Forex Handel häufig von Kurzfristigkeit geprägt, sodass mit hohen Hebeln agiert wird. Auch wenn hierbei im Islamischen Konto keine Zinsen anfallen, würde dennoch das Verbot der Spekulation greifen. Es stellt sich aber die Frage, ob man wirklich spekuliert nur weil man kurzfristige Interessen hat. Vielmehr versuchen Trader mit Analysen und Systemen zu arbeiten, denen sie Vertrauen schenken. Insofern kann ein Trade grundsätzlich als fundierte Entscheidung angesehen werden, deren Ziel die Verbesserung der eigenen Lebensumstände ist. Es gibt keinen Grund, warum dies vom Islam verboten sein sollte.

Lediglich der Handel von Kryptowährungen ist für islamische Konten nicht verfügbar. Um mit Kryptowährungen zu handeln, muss der Kunde auf die Privilegien des islamischen Kontos verzichten, wobei spezielle Gebühren oder Zinsen anfallen können.

Spezielle Handelsbedingungen

Wie bereits erwähnt, ist eine Besonderheit des Islamischen Kontos, dass für eine mehrtätige Haltedauer bei CFDs keine SWAPS – d.h. keine Fremdfinanzierungszinsen – erhoben werden. Für Details zu dieser Regelung sowie weiteren Handelsbedingungen können Sie gern unseren mehrsprachigen Kundenservice kontaktieren. Er steht Ihnen von Montag bis Freitag 24 Stunden täglich zur Verfügung.

Beachten Sie aber bitte, dass AvaTrade keine gesetzgebende Institution des Islamischen Rechts ist. Aus diesem Grund sollten Sie unsere Definition eines islamischen Kontos nicht als Erlaubnis für das Trading auffassen. Bitte prüfen Sie, ob jegliches Trading in dieser Form tatsächlich mit Ihrem Glauben vereinbar ist.