Bitcoin-Mining

Was versteht man unter bitcoin mining

Bitcoin Mining – Was ist das?

Das Anlageuniversum wird in verschiedene Assetklassen unterteilt. Um zu verstehen was Bitcoin Mining bedeutet, muss erläutert werden, dass Devisen, womit die klassischen Haupt- und Nebenwährungspaare gemeint sind, zu den fünf traditionellen Assetklassen gehören. Doch vor einigen Jahren bekam der Forex-Markt Zuwachs. Denn auf Basis einer wissenschaftlichen Arbeit und deren praktischer Umsetzung wurden die sogenannten Kryptowährungen geschaffen. Der Bitcoin basiert auf einem Peer-To-Peer Netzwerk, wobei jeder Bitcoin Trader auch einen Teil der Bitcoin Bank nutzt. Beim Bitcoin Mining benutzen die Miner bestimmte Software um komplexe mathematische Rechenaufgaben zu lösen und erhlaten dafür eine bestimmte Anzahl an Bitcoins.

Was sind Kryptowährungen?

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitale Zahlungsmittel, die auf kryptografischen Werkzeugen beruhen. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen besitzen sie keine physische Präsenz, sondern sind ausschließlich in digitaler Form verfügbar. Der Besitz des kryptografisch signierten Guthabens wird dabei durch einen kryptografischen Schlüssel repräsentiert.

Währung ohne Staat

Ein wichtiges Element ist dabei die Dezentralität. Kryptowährungen werden in der Regel nicht durch Entitäten wie Zentralbanken bestimmt. Die Verantwortung für die Krypto-Münzen liegt dagegen beim dahinterstehenden Netzwerk. Dadurch ist es nicht möglich, dass einzelne Personen oder Institutionen einen Einfluss auf die Geldschöpfung haben.

Inzwischen gibt es aber auch Bestrebungen einzelner Länder, staatliche Digitalwährungen zu entwickeln und zu verbreiten. Venezuela war hier bereits ein Vorreiter. Denn als Antwort auf die das Land heimsuchende Hyperinflation schuf die Region den venezolanischen Petro – eine staatlich kontrollierte Kryptowährung. Befürworter des digitalen Geldes führen die Nichtstaatlichkeit stets als Argument an, da verschiedene Finanzkrisen vielerorts zum Vertrauensverlust in Regierungen und Zentralbanken geführt an. Dieser Pluspunkt bliebe bei landeseigenen Kryptowährungen allerdings auf der Strecke.

Transaktionsgebühren

Ein interessanter Aspekt von Kryptowährungen ist auch das Vorhandensein von Transaktionskosten. Denn genau wie bei einer herkömmlichen Banküberweisung müssen Personen und Maschinen arbeiten, um eine Transaktion abzuwickeln. Insofern ist es nur natürlich, dass dieser Vorgang auch bei Kryptowährungen nicht kostenfrei zu realisieren ist. Ursächlich dafür ist die  Art der Abwicklung. Transaktionen werden verarbeitet und verschlüsselt im Netzwerk gespeichert. Dies wird von den Nutzern des Netzwerks realisiert und muss natürlich entsprechend entlohnt werden.

Die Kryptowährung Bitcoin

Über 4.500 Kryptowährungen gibt es inzwischen, doch der bekannteste ist ohne Frage der Bitcoin. Der Begriff ist ein Amalgam aus den englischen Wörtern Bit, die kleinste Maßeinheit einer Datenmenge, und Coin, was für Münze steht. Der Bitcoin stellte die erste Kryptowährung dar und war somit die Grundlage des Hypes um das digitale Geld. Aus diesem Grund dient die Währung bei der medialen Berichterstattung stets als Aushängeschild für Kryptowährungen generell.

Insbesondere als 2017 und Anfang 2018 ständig neue Höchststände erreicht wurden, fiel der Name beinahe täglich. So manifestierte sich eine regelrechte Euphorie, die zur weiteren Verbreitung der digitalen Münze führte.

Trading-Chart des Bitcoins

Nachdem Bitcoins zum ersten Mal erschaffen wurden, hatten sie nur einen Wert von wenigen Cent. Doch schon im Laufe der ersten zwei Jahre erfreute sich die erste Kryptowährung der Welt insbesondere bei Technik-Fans großer Beliebtheit, sodass der Trading Chart bereits auf über 20 Dollar schoss. Allerdings hielt der Hype nicht lange an, sodass bis Mitte 2012 eine Talsohle bei vier bis fünf Dollar folgte. Im Anschluss kletterten die Kurse jedoch zunächst langsam und später explosiv, um bis Ende 2013 sogar auf über 1000 Dollar empor zu steigen.

Auch damals gehörten heftige Kursschwankungen zum Alltag von Investoren. So konnte beispielsweise im Februar  2014 ein starker Rückgang in Richtung 100 Dollar beobachtet werden. Nach einer kurzzeitigen Erholung auf über 600 Dollar, schloss sich erneut ein Seitwärtstrend auf weit niedrigerem Niveau an. Ab November 2015 schien es jedoch kein Halten mehr zu geben. Ein sagenhaftes Kursfeuerwerk erhellte die Gemüter aller Investoren und zog ständig neue Anleger in den Markt.

Dieser sich selbst verstärkende Effekt trieb den Kurs sogar bis über 18.000 Dollar. Doch wie es an der Börse nach solchen Phasen der Übertreibung üblich ist, erfuhr auch das Bitcoin Trading eine deutliche Korrektur bis an die 6000er-Marke. Wer also Bitcoins traden will, der kann zwar hohe Renditen erzielen, geht aber gleichzeitig auch das Risiko großer Verluste ein. Dessen sollte sich jeder Krypto-Anleger bewusst sein.

Die Geschichte des Bitcoins

Am 3. Januar 2009 erschuf Satoshi Nakamoto die digitale Währung mit zunächst 50 Bitcoins. Zwar weiß niemand, ob es sich dabei um ein Pseudonym handelt, doch unter diesem Namen verfasste er die zugrunde liegende Schrift A Peer-to-Peer Electronic Cash System. Diese wurde bereits 2008 veröffentlicht und beschreibt die Funktionsweise einer möglichen digitalen Währung über die sogenannte Blockchain.

Was ist ein Bitcoin-Wallet?

Zunächst muss der Nutzer ein Bitcoin-Wallet erstellen. Es handelt sich dabei um eine Art Kreditkarte, denn auch sie enthält kein Geld – also keine Bitcoins – sondern lediglich Daten, die zur Zahlung berechtigen. Das Wallet dient zur Generierung des privaten Schlüssels, der durch eine 80-stellige Zufallszahl repräsentiert wird. Mit dem privaten Schlüssel wird der Besitz von Bitcoins nachgewiesen und jede Transaktion durch eine digitale Signatur bestätigt. Da beim Absenden der private Schlüssel benötigt wird, kann nur der Besitzer des privaten Schlüssels eine Überweisung durch seine digitale Signatur veranlassen. Verliert er seinen privaten Schlüssel, sind die in der Block-Chain gespeicherten Bitcoin für ihn und das Netzwerk verloren!

Anhand des privaten Schlüssels wird der öffentliche Schlüssel mit ebenfalls 80 Stellen berechnet, wobei eine Rückrechnung auf den privaten Schlüssel nicht möglich ist. Aus dem öffentlichen Schlüssel werden dann mittels kryptografischer Operationen ein Fingerprint sowie eine Prüfsumme des Fingerprints berechnet. Daraus wird wiederum mit einer speziellen Kodierung eine Bitcoin-Adresse mit 25 bis 34 Stellen erstellt, an die man Bitcoins versenden kann. Sie stellt sozusagen die persönliche Kontonummer dar, wobei man aber unendlich viele besitzen kann. Der persönliche Schlüssel ist im Eingangsbeispiel also wie die PIN der Kreditkarte.

Der öffentliche Schlüssel wird dagegen mit der Transaktion übermittelt und dient zur Verifikation der Signatur mit dem privaten Schlüssel. Der Sender sendet bei einer Transaktion an eine Bitcoin-Adresse also nicht nur Bitcoins, sondern auch seinen öffentlichen Schlüssel.

Die Blockchain

Um im Bitcoin-Netzwerk alle Transaktionen abzuwickeln und fälschungssicher zu gestalten, existiert die Blockchain. Sie stellt eine erweiterbare Liste von Datensätzen dar und ist das zentrale Element vieler Kryptowährungen – und so auch des Bitcoins. Die Blockchain ist nichts anderes als die Aneinanderkettung von einzelnen signierten Transaktionen, also eine Art digitales Transaktionsbuch. Diese Transaktionen werden gesammelt und dann in Blöcken zusammengefasst in der Blockchain gespeichert. Dabei werden neue Blöcke in einem rechenintensiven Prozess erschaffen, der Mining genannt wird, und anschließend über das Netzwerk an die Teilnehmer verbreitet. Das heißt, er wird als neuer Block an die Blockchain angehängt.

Wie funktioniert eine Bitcoin-Transaktion?

Angenommen der Shop S verkauft drei Produkte an die Käufer K1, K2 und K3 für jeweils 10 Bitcoins (BTC). So erzeugt er mit seinem privaten Schlüssel drei verschiedene Bitcoin-Adressen. Er würde damit über 30 BTC verfügen. Die Überweisungen werden nach Überprüfung der Transaktion an die Kette gehangen. Doch ein Kontostand wird in der Kette nicht gespeichert. Will S sich nun beim Verkäufer V neue Ware für 25 BTC bestellen, dann gibt er als Input seiner Überweisung die drei vorherigen Kontonummern ein – und natürlich die Bitcoin-Adresse von V.

Da er damit 30 BTC einsetzt aber das Produkt nur 25 BTC kostet, generiert S eine weitere Bitcoin-Adresse mit seinem privaten Schlüssel, die somit ihm selbst gehört. In der Transaktion gibt er zusätzlich an, dass die 5 BTC Restgeld der eben kreierten Adresse gutgeschrieben werden sollen. Die Bitcoin-Miner überprüfen dann die zurückliegenden Transaktionen, um zu verifizieren, dass S genug Geld aus den früheren Transaktionen besitzt, um die Überweisung an V zu tätigen. Ist dies der Fall, wird die Transaktion bestätigt und ein neuer Block an die Kette gehangen.

Mining: So werden Bitcoins erschaffen

Wie bereits beschrieben, beinhaltet ein Block eine Liste von Transaktionen eines gewissen Zeitraums. Ist ein Block fertiggestellt, so wird er an die Blockchain angehangen. Die gesamte Blockchain enthält also die Daten alle bisher getätigten Transaktionen, was das System sehr transparent macht. Natürlich weiß dennoch kein Teilnehmer, wer sich hinter welchen Kontonummern verbirgt. Gerade diese Anonymität wird von Kritikern häufig als Schwachstelle angeführt, da sie der Schattenwirtschaft Tür und Tor öffnet.

Der Hash

Damit aber sichergestellt wird, dass nur korrekte Blöcke angehangen werden, müssen Miner die Informationen prüfen. Hinter diesem Begriff verbergen sich unzählige Personen, die mit ihren Rechnern Transaktionen überprüfen, Blöcke erzeugen und diese an die Kette hängen. Dies geschieht, indem sie nach jeder Fertigstellung eines Blocks einen sogenannten Hash generieren. Es handelt sich dabei um eine lange Folge von Buchstaben und Ziffern, die durch die Lösung einer komplexen kryptografischen Aufgabe berechnet wird. Der hohe Aufwand, auch Proof-of-Work genannt, soll sicherstellen, dass Manipulationen extrem schwierig sind.

Letztlich stecken in diesem Code alle Transaktionen der Blockchain – aber in kompakter Form. Wurde der Hash von den Minern mithilfe der Rechenkraft ihrer Computer erzeugt, so wird er am Ende eines Blocks gespeichert und der Block ins System eingespeist. Der Hash lässt sich im Grunde zwar recht einfach berechnen, jedoch ist die Gegenrichtung nahezu ausgeschlossen. Es ist also so gut wie ausgeschlossen, die vergangenen Transaktionen anhand des Hashs zurückzuverfolgen. Außerdem ist es aufgrund der vielfältigen Kombinationen fast unmöglich, dass ein Hash zweimal vorkommt – sie sind also einzigartig.

Bei der Generierung eines neuen Hashs werden die Informationen des vorherigen Hashs weiter vererbt, sodass alle Hashs zusammengenommen eine Kette aus verbundenen Gliedern bilden. So kann bei der Erstellung eines neuen Blocks die Richtigkeit anhand des vorherigen Hashs überprüft werden.  Manipulationen an der Blockchain sind also weitgehend ausgeschlossen.

Das eigentliche Mining

Wird ein neuer Block erzeugt, so beginnt der Miner, der am schnellsten reagiert bzw. dessen Hardware am leistungsfähigsten ist, mit der Generierung des Hashs. Da diese Bemühungen mit einer gelegentlich variierenden Anzahl an Bitcoins zuzüglich der Transaktionsgebühr belohnt werden, sind Miner ständig auf der Suche nach neuen Blöcken, um dann deren Hash zu berechnen. Diese Form der Geldschöpfung ist dezentral angelegt und wird Mining genannt.

Wie hoch die Schwierigkeit der Berechnung  eines Hash-Wertes ist, wird vom System vorgegeben und alle 2016 Blöcke variiert. Der Wert wird durch einen Algorithmus so gewählt, dass die Leistung des gesamten Netzwerks ausreicht, um 2016 Blöcke innerhalb von zwei Wochen zu schürfen. Je stärker also die Leistung des Netzwerks steigt, desto höher ist auch die Schwierigkeit. Angenommen der Wert liegt bei 100.000, dann ist die Erzeugung eines neuen Hashs 100.000-mal schwieriger als bei der Erzeugung des ersten Hashs von Satoshi Nakamoto.

Wer betreibt Bitcoin Mining?

Da die Hardware bereits hohe Anschaffungskosten mit sich bringt, ist das Mining vor allem Unternehmen oder vermögenden Privatpersonen vorbehalten. Zudem sind auch die Stromkosten  enorm, die beim Betreiben der Rechner anfallen. Kosteneffizient zu schürfen ist daher ein entscheidender Faktor, wenn man mit Bitcoin Mining Geld verdienen will. Da dies trotzdem ein einträgliches Geschäft sein kann, versuchen die unterschiedlichen Miner ständig, durch schnellere Hardware Geschwindigkeitsvorteile zu erzielen und der Konkurrenz somit einen Schritt voraus zu sein. Somit steigt aber auch die Leistung des Netzwerks stetig an, sodass die Blöcke im Schnitt immer mit der gleichen Geschwindigkeit erzeugt werden.

Warum in Bitcoins investieren?

Die Historie hat gezeigt, dass sich mit Bitcoins durchaus beachtliche Renditen erzielen lassen, aber natürlich auch ebenso hohe Verluste. Insbesondere für Trader, denen eine hohe Volatilität viele Trading Gelegenheiten bietet, kann die Währung im Rahmen des Forex-Handel deshalb sehr attraktiv sein. Allerdings ist sowohl die Charttechnische Analyse als auch die Fundamentalanalyse kaum  einsetzbar. Insofern sind Prognosen schwer zu erstellen, was die Wahl von Ein- und Austritt deutlich erschwert.

Wer aber von der Idee von Kryptowährungen überzeugt ist und dem Bitcoin hohe Chancen auf eine flächendeckende Verwendung zutraut, der kann auch langfristig investieren. Bei AvaTrade haben Sie die Möglichkeit, Bitcoins in Form von Differenzkontrakten (Contracts for Difference, kurz: CFDs) zu handeln. Natürlich sind auch Investments in andere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash oder Litecoin denkbar. Denn bei neuen Technologien, ist es oft sehr schwer vorherzusagen, welcher Vertreter sich schlussendlich durchsetzt. Insofern könnten Anleger durch eine Verteilung ihrer Anlagesumme auf mehrere Kryptowährungen das Risiko reduzieren, die falsche Wahl zu treffen.

Aufgrund der hohen Schwankungsbreite der Kurse von Kryptowährungen sollten Trader bei der Wahl des Hebels aber extrem vorsichtig agieren. Gerade bei langfristigen Investments lohnt sich die Überlegung, ob Leveraging überhaupt nötig ist. Wir weisen aber darauf hin, dass diese Überlegungen Ihnen lediglich Ihre Möglichkeiten aufzeigen sollen, ohne als Empfehlung angesehen werden zu können.