
Technische Analyse für das Trading mit Aktien
Professionelles Trading • 13 Min
Der Stochastik-Indikator ist eines der leistungsstärksten und am häufigsten verwendeten Instrumente der technischen Analyse. Er gehört zur Gruppe der Momentum-Oszillatoren, die Tradern helfen, überkaufte und überverkaufte Bedingungen im Markt zu bestimmen. Weitere Indikatoren dieser Gruppe sind der RSI, MACD und TRIX. Die Stochastik wurde in den 1950er Jahren von George C. Lane entwickelt. Ihr Ziel ist es, sowohl das Momentum des Preises eines Vermögenswerts als auch die Gesamtstärke des vorherrschenden Trends zu bewerten. Als Maß für das Preismomentum ist der Stochastik-Indikator in seiner Funktionalität sehr vielseitig. In Trendmärkten kann er vor potenziellen Korrekturen oder sogar Umkehrungen warnen; in Seitwärtsmärkten zeigt er an, wenn die Stärke des zugrunde liegenden Trends nachlässt. Dies macht die Stochastik zu einem praktischen Analyse-Tool in allen Marktsituationen, um Handelsmöglichkeiten in den fortwährenden Zyklen eines Asset-Preises zu identifizieren.
Der Stochastik-Indikator besteht aus zwei Linien (%K und %D), die wie folgt berechnet werden:
%K = [(Aktueller Schlusskurs – Tiefstkurs der letzten n Perioden) / (Höchstkurs der letzten n Perioden – Tiefstkurs der letzten n Perioden)] * 100
%D = gleitender 3-Perioden-Durchschnitt von %K
Der Standardwert für n beträgt auf den meisten Handelsplattformen 14, aber Trader können den Zeitraum anpassen. Generell reagiert ein kleineres n schneller auf Preisänderungen, kann aber auch unzuverlässige Signale erzeugen. Ein größeres n reagiert langsamer, liefert dafür aber stabilere Handelssignale. Zudem ist %K schneller als %D (sein gleitender Durchschnitt).
Die beiden Stochastik-Linien oszillieren zwischen 0 und 100. Der Indikator verfügt über zwei markante Linien bei den Werten „20“ und „80“. Diese Werte kennzeichnen überverkaufte bzw. überkaufte Marktbedingungen. George Lane wies darauf hin, dass der Preis dem Momentum folgt. Wenn sich die Preise im überkauften Bereich befinden, können Trader nach Verkaufsmöglichkeiten suchen, wenn die %K-Linie die %D-Linie nach unten kreuzt. Befinden sich die Preise im überverkauften Bereich, bieten sich Kaufgelegenheiten, wenn die %K-Linie die %D-Linie nach oben kreuzt.
Diese Interpretation ist ideal für Seitwärtsmärkte. In starken Trends kann die Stochastik jedoch über längere Zeit in den Extrembereichen verbleiben. Trader achten auch auf die Mittellinie (Wert 50): Ein bullischer Trend gilt als dynamisch, wenn der Wert über 50 liegt; ein bärischer Trend, wenn er unter 50 liegt. Zudem können Divergenzen genutzt werden, um lukrative Umkehrpunkte aufzuspüren.
Um die Genauigkeit zu erhöhen und Fehlsignale zu filtern, kombinieren Trader den Stochastik-Oszillator oft mit anderen Werkzeugen.
Besuchen Sie unsere Seite zu Gleitenden Durchschnittsstrategien.
Erfahren Sie mehr in unserem Leitfaden zu RSI-Handelsstrategien.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer MACD-Strategieseite.
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Er misst die Position eines Schlusskurses im Verhältnis zu seiner jüngsten Hoch-Tief-Spanne, um Momentum-Umschwünge zu identifizieren.
Der Standardwert 14,3,3 ist ein guter Ausgangspunkt, da er ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Reaktionsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit bietet.
Nicht immer alleinstehend. In starken Trends kann sie lange in Extrembereichen bleiben. Es empfiehlt sich die Kombination mit Trendfolge-Werkzeugen.
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