Dow Theory

Dow Theorie

Dow Theorie Erklärung

Alles, was Sie über die Dow-Theorie wissen müssen

Die Dow-Theorie ist eine Trading-Theorie, die von Charles Dow, dem Gründer des “Wall Street Journals” und der Dow Jones & Company, formuliert wurde. Die Arbeiten von Charles Dow gelten als Grundlage der technischen Analyse an den internationalen Finanzmärkten. Die sogenannte Dow-Theorie versucht nämlich, Schwankungen auf dem Markt mit früheren Kursbewegungen in Beziehung zu setzen, um dadurch potenzielle zukünftige Kursbewegungen zuverlässig vorhersagen zu können.

Charles Dow vermutete zudem auch, dass der Aktienmarkt eine genaue Beurteilung der Grundlagen in einer Volkswirtschaft liefern könnte. Er erstellte daher zwei Indizes, die er als genaues Abbild der Gesamtwirtschaft betrachtete: den Dow Jones Industrial Average Index und den Dow Jones Rail Index (Transportation Index). Diese Indizes repräsentierten sehr wichtige Wirtschaftssektoren, die in der damaligen Zeit vielleicht noch bedeutender waren, als heute.

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Die 6 Grundprinzipien der Dow-Theorie

Für unsere Dow Theorie Erklärung möchten wir uns zunächst die Überlegungen von Charles Dow genauer ansehen. Hier sind deshalb die sechs Grundprinzipien, welchen die Dow-Theorie zugrunde liegt, kurz erklärt:

 

1) Der Markt hat alle Daten eingepreist

Die Dow-Theorie folgt der Philosophie der effizienten Markthypothese. Diese besagt, dass der Kurs einer Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt alle verfügbaren Informationen, ob bekannt oder unbekannt, von allen Marktteilnehmern widerspiegelt. Die Informationen reichen von spezifischen Unternehmensnachrichten wie Gewinnmeldungen und Veränderungen im Management bis hin zu makroökonomischen Faktoren (wie der Geldpolitik und der Weltwirtschaft). Ferner sind demnach auch zukünftige Ereignisse, wie Wirtschaftsnachrichten, ebenfalls in den aktuellen Kurs bereits eingerechnet. Dies ist auch die Philosophie der technischen Analyse. Diese Annahme widerspricht jedoch den Prinzipien der Fundamentalanalyse und der Verhaltensökonomie.

2) Es gibt drei Arten von Markttrends

Die Dow-Theorie beharrt darauf, dass es drei Arten von Trends gäbe, welche anhand ihrer Dauer voneinander zu unterscheiden sind. Die drei Arten von Markttrends sind demnach: primäre Trends, sekundäre Trends und geringfügige kleine Trends. Primärtrends sind also die Haupttrends, die ein Jahr oder länger andauern. Primäre Trends können “bullish” (positiv), “bearish” (negativ) oder “range” (stabil) sein. Zu den Sekundärtrends werden im Allgemeinen Pullbacks und Gegentrends von Primärtrends ausgemacht; sie bewegen sich also in die entgegengesetzte Richtung der Primärtrends. Sekundäre Trends dauern in der Regel zwischen drei Wochen bis zu maximal drei Monaten an. Schließlich gibt es kleinere Trends, die weniger lange als drei Wochen anhalten. Kleinere Trends gelten als überschätzt und werden deshalb von den meisten langfristig orientierten Anlegern im fast durchgängig ignoriert, obwohl sie einige großartige Gelegenheiten für aggressive, kurzfristig orientierte Trader bieten können.

3) Primäre Trends haben drei Phasen

Die Dow-Theorie besagt auch, dass ein primärer Trend normalerweise in drei Phasen abläuft. Dabei handelt es sich um drei sich selbst wiederholende Phasen, die durch den Finanzfluss des „Wissens“ respektive durch das  „intelligente Geld“ der Anleger diktiert werden. In einem Bullenmarkt sind die Phasen die Akkumulationsphase, die Phase der öffentlichen Beteiligung (Big-Move-Phase) und die Exzessionsphase. In einem Bärenmarkt sind die Phasen die Verteilungsphase, die öffentliche Beteiligungsphase und die Panikphase.

Die Protagonisten des Marktes sind nach dieser Theorie immer in erster Linie die „informierten“ Investoren. In einem Bullenmarkt werden die versierten Anleger demnach die ersten sein, die in Erwartung einer signifikanten Aufwärtsbewegung akkumulieren; und sie werden danach wiederum die ersten sein, die ihre Bestände nach der großen Bewegung in Erwartung eines Bärenmarktes anderweitig verteilen. Bei beiden Extremen gibt es laut der Theorie aber auch uninformierte Anleger, die sogenannten  „Schafe“, die zu einem teuren Preis einkaufen und danach aber unten in Panik geraten und zum schlechtest möglichen Zeitpunkt verkaufen.

4) Die Indizes müssen sich gegenseitig bestätigen

Charles Dow schlug vor, dass sich die beiden von ihm definierten Haupt-Indizes gegenseitig bestätigen müssen, damit ein Trend als gültig angesehen wird. Es ist also erst ein klarer Bullenmarkt, wenn sowohl der Dow Jones Average als auch der Transportindex höhere Höchststände erreichen. Es ist im Gegenzug aber auch erst dann ein klarer Bärenmarkt, wenn beide Indizes niedrigere Tiefs bilden. Sollten sich aber die beiden Indizes in unterschiedliche Richtungen bewegen, gibt es keinen klaren Markttrend. Wenn beispielsweise der Industrieindex nach oben tendiert, der Transportindex jedoch nach unten driftet, ist der bullische Ausbruch bei den Industriewerten schwach oder ein falsches Signal. Im Laufe der Jahre haben Anleger diesen Grundsatz auch auf andere wichtige Indizes wie den S&P 500 und den Nasdaq 100 angewendet.

5) Das Volumen muss den Trend bestätigen

Es ist das Volumen, das Trends qualifiziert. Das Volumen sollte in Richtung eines Trends steigen, um eine weitere Bestätigung dafür zu liefern, dass der vorherrschende Trend gültig ist. Es sollte große Bedenken geben, wenn sich die Preise in eine bestimmte Richtung entwickeln, jedoch bei geringem Volumen. Das Volumen stellt die Anzahl der stattfindenden Transaktionen oder den Betrag der Transaktionen dar. Es ist intelligentes Geld, das riesige Geldsummen kontrolliert, und es ist ihre Kapitalallokation, die manchmal Trends vorantreiben kann.

6) Trends bleiben bestehen, bis eine klare Umkehr eintritt

Dow postulierte, dass Trends so lange anhalten, bis ein klares Zeichen dafür eintritt, dass eine Trendwende eingetreten ist. Wichtig zu beachten ist dabei, dass es durchaus möglich ist, Sekundärtrends mit Umkehrungen zu verwechseln, weshalb Dow immer zur Vorsicht bei der Umsetzung verschiedener Trendhandelsstrategien plädierte. Trends können länger andauern, als man es sich vorstellen kann. Diese Annahme könnte die Grundlage für das beliebte Börsen-Sprichwort: „Der Trend ist dein Freund, bis er endet” sein.

 

Dow-Theorie in der technischen Analyse

Die Dow-Theorie empfiehlt eine Trendfolgestrategie, bei der man die Trends der Kursbewegungen mitverfolgen soll. Daher ist es wichtig, die wichtigsten Punkte auf einem Kurschart zu identifizieren, um in einen neuen Trend ausmachen zu können. Die Idee dahinter ist, dass man mit dem Trend mitfahren sollte, und durch die Analyse den besten Ausstiegszeitpunkt vorzeitig erkennt, damit man aus einem Investment wieder aussteigen kann, sobald sich eine Trendwende abzeichnen lässt.

Die folgenden Faktoren sind entsprechend der Dow-Theorie gültige Kauf-Signale :

  • Nach dem Tiefpunkt eines primären Abwärtstrends sollte ein sekundärer Aufwärtstrend von mehr als 3 % eintreten und eine vorübergehende Spitze schaffen, die über den vorherigen Tiefs liegt.
  • Jeder nachfolgende Preissturz darf die vorherigen Tiefs nicht erneut erreichen.
  • Ein Ausbruch über den vorläufigen Höchststand wird dann ein Kauf-Signal für den sich entwickelnden Bullenmarkt auslösen.

Hier sind Faktoren, die ein gültiges Verkaufssignal entsprechend der Dow-Theorie ausmachen :

  • Nach dem Höhepunkt eines primären Aufwärtstrends tritt ein sekundärer Abwärtstrend von mehr als 3 % ein. Dieser wird einen vorübergehenden Tiefpunkt etablieren, der unter den vorherigen Hochs bleibt.
  • Alle nachfolgenden Rallyes werden entsprechend der Theorie den letzten Höhepunkt nicht wieder erreichen.
  • Ein Ausbruch unter die vorübergehende Talsohle wird demnach ein Verkaufssignal für den sich entwickelnden Bärenmarkt auslösen.

 

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Die Dow-Theorie ist die Grundlage der technischen Analyse, und ihre Prinzipien sind auch heute noch ausgesprochen gültig. Die Theorie kann zudem in verschiedenen Anlageklassen angewendet und in verschiedene weitere Handelsstrategien integriert werden.

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FAQs – Häufige Fragen und Antworten zur Dow Theorie

  • Was sind die Hypothesen der Dow-Theorie?
    Die wenigen Hypothesen der Dow-Theorie sind: Die Theorie ist nicht unfehlbar. Die Durchschnittswerte rabattieren alles (außer höhere Gewalt oder Naturgewalten). Der alltägliche Markt kann kurzfristig manipuliert werden, der primäre Trend jedoch nicht, denn dieser kann entsprechend der Theorie nicht auf die Dauer manipuliert werden.
     
  • Funktioniert die Dow-Theorie wirklich?
    Obwohl sie vor vielen Jahrzehnten entwickelt wurde, ist die Dow-Theorie auch heute noch anwendbar und bildet die Grundlage der technischen Analyse, wie wir sie heute verstehen und anwenden.
     
  • Warum ist die Dow-Theorie wichtig?
    Die Dow-Theorie ist entscheidend, weil sie Händlern hilft, das Marktverhalten und die Beziehung zwischen Preis und Volumen besser zu verstehen. Die Theorie hilft Händlern auch, Trends zu erkennen und die darin enthaltenen Chancen zu nutzen.