
Forex Algorithmisches Trading
Online-Handelsstrategien • 8 Min
Ein Ausbruch (Breakout) tritt auf, wenn sich der Kurs eines Vermögenswerts unter erhöhtem Volumen oder Momentum aus definierten Unterstützungs- und Widerstandszonen herausbewegt. Aktienausbrüche werden auf dem Markt als eine enorme Quelle für Chancen oder Risiken angesehen. Wenn ein Ausbruch stattfindet, kann dies der Beginn eines starken Trends sein. Ausbrüche bieten immense Gelegenheiten für massive Gewinne, da sie es Händlern ermöglichen, einen neuen Trend von seinem allerersten Anfang an zu begleiten.
Wie wirkt sich also das Handelsvolumen auf den Aktienkurs aus? Wie in jedem anderen Markt werden auch die Aktienkurse von den Kräften von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Ausbrüchen geht in der Regel eine Phase geringer Volatilität voraus, in welcher der Kurs durch Widerstand, Unterstützung oder beides eingegrenzt wird. Dies deutet auf eine Unentschlossenheit zwischen Käufern und Verkäufern hin.
Ausbrüche treten dann auf, wenn sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage einer Aktie verschiebt. Beispielsweise durchbricht eine Aktie ein Widerstandsniveau, wenn es zu diesem Zeitpunkt mehr Käufer als Verkäufer gibt, während ein Unterstützungsniveau durchbrochen wird, wenn die Verkäufer die Käufer überwiegen.
Es wird allgemein zwischen zwei Arten von Ausbrüchen unterschieden: Fortsetzungs-Ausbrüche und Umkehr-Ausbrüche. Fortsetzungs-Ausbrüche treten auf, wenn eine Aktie in eine bestimmte Richtung tendiert und dann in eine Konsolidierungsphase übergeht. Dies kann das Ergebnis von Gewinnmitnahmen oder dem Ausstieg von Marktteilnehmern sein.
Nach dieser Konsolidierungsphase bricht die Aktie aus und setzt ihren Weg in Richtung des vorherigen Trends fort. Auf der anderen Seite kommt es zu einer Umkehr (Reversal), wenn eine Aktie in eine Richtung tendiert und dann in eine Konsolidierungsphase eintritt, der Kurs nach der Konsolidierung jedoch in die entgegengesetzte Richtung ausbricht.
Der Schlüssel zur Identifizierung einer Ausbruchsaktie liegt daher in einem Markt, der sich in einer Konsolidierungsphase befindet. Eine solche Aktie zeichnet sich durch eine geringe Volatilität aus und wird von klar definierten Unterstützungs- und Widerstandsniveaus begrenzt. Der Kurs kann in Kanälen (Channels) oder auch in Candlestick-Mustern wie Dreiecken, Flaggen und Keilen eingegrenzt sein.
Es ist von entscheidender Bedeutung, die Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu validieren. Ein starker und profitabler Ausbruch erfolgt, wenn ein bedeutendes Unterstützungs- oder Widerstandsniveau durchbrochen wird. Ein starkes Unterstützungs- oder Widerstandsniveau zeichnet sich dadurch aus, dass es bereits mehrfach getestet wurde und über einen längeren Zeitraum hinweg Bestand hatte.
Hier sind einige der bekanntesten Muster für Aktienausbrüche, die am Markt gehandelt werden können:
Bollinger-Bänder gehören zu den besten Indikatoren für das Ausbruchs-Trading. Sie werden als Volatilitätskanal verwendet, um Aktienausbrüche zu verfolgen und zeitlich abzustimmen. Ein Bollinger-Bänder-Squeeze (Engpass) hebt Phasen geringer Volatilität hervor – dies ist der Fall, wenn das obere und das untere Band des Indikators konvergieren (zusammenlaufen), insbesondere nach einer Phase länger anhaltender Trends. Der Indikator liefert zwar keine direkten Hinweise auf die Richtung des Kursausbruchs, die Rückkehr hoher Volatilität in den Markt wird jedoch durch das Divergieren (Auseinanderlaufen) des oberen und unteren Bandes des Indikators angezeigt.
Ein bullischer Ausbruch liegt vor, wenn das obere Band durchbrochen wird, während ein bearischer Ausbruch stattfindet, wenn das untere Band durchbrochen wird. Beim Handel von Aktienausbrüchen mithilfe der Bollinger-Bänder wird der Stop-Loss über oder unter dem entgegengesetzten Band der Ausbruchsrichtung platziert. Im Falle eines bullischen Ausbruchs, bei dem das obere Band durchbrochen wird, wird der Stop-Loss folglich unter dem unteren Band angesetzt.

Das Cup-and-Handle-Muster (Tassenformation) ist für den Handel von Aktienausbrüchen sehr beliebt. Die Entstehung dieses Musters besteht aus zwei Teilen: einer Tasse (Cup) und einem Henkel (Handle). Die Tasse bildet sich, wenn der Kurs von einem Höchststand abfällt und sich dann wieder auf fast dasselbe Niveau erholt. Dadurch entsteht eine schalenartige Form auf dem Chart. Nach der Bildung der Tasse beginnt der Kurs seitwärts zu konsolidieren, wodurch der Henkel entsteht.
Der Henkel muss kleiner sein als die Tasse und sollte im Idealfall nicht unter die untere Hälfte der Tasse fallen. Der Ausbruch erfolgt, wenn der Widerstand des Henkels unter hohem Volumen durchbrochen wird. Beim Handel mit der Cup-and-Handle-Ausbruchsstrategie wird der Stop-Loss unter der Unterstützung des Henkels platziert, während das Gewinnziel der Höhe der Tasse entspricht.
Das Ausbruchs-Trading basiert auf der Fähigkeit, Momente zu erkennen, in denen der Kurs eine Konsolidierungszone mit Dynamik verlässt.
Während horizontale Unterstützungs- und Widerstandslinien die Grundlage bilden, kombinieren erfolgreiche Händler oft mehrere technische Werkzeuge, um die Gültigkeit eines Ausbruchs zu bestätigen.
Nachfolgend sind die wichtigsten technischen Methoden aufgeführt, die zur Identifizierung und Bestätigung von Ausbrüchen mit höherer Genauigkeit verwendet werden:
Bestimmte Candlestick- und Chartmuster weisen bekanntermaßen auf bevorstehende Ausbruchsereignisse hin:
Das Volumen ist einer der zuverlässigsten Indikatoren für die Stärke eines Ausbruchs. Ein echter Ausbruch geht in der Regel mit einem spürbaren Anstieg des Volumens einher – dies deutet auf die Beteiligung und Überzeugung institutioneller Anleger hin.
Diese Werkzeuge helfen zu bestätigen, dass die Bewegung von echtem Schwung getragen wird:
Ausbrüchen geht oft eine Verengung der Volatilität voraus, gefolgt von einer explosiven Bewegung:
Sind Sie bereit, diese Werkzeuge in die Praxis umzusetzen?
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Obwohl technische Setups unerlässlich sind, werden Ausbruchsstrategien deutlich effektiver, wenn sie durch Daten gestützt werden.
Empirische Studien und Backtesting-Statistiken können Händlern helfen, die Erfolgswahrscheinlichkeit einzuschätzen, bevor sie einen Trade eingehen.
Mehrere akademische und institutionelle Studien haben gezeigt, dass Ausbrüche, die von hohem Volumen begleitet werden, eine deutlich höhere Erfolgsquote aufweisen:
Praktischer Tipp: Vergleichen Sie zur Validierung das Ausbruchsvolumen immer mit einem jüngsten Durchschnitt (z. B. dem gleitenden 10- oder 20-Tage-Durchschnitt des Volumens).
Das Verständnis der historischen Zuverlässigkeit von Ausbruchsmustern hilft Händlern, Setups mit hoher Wahrscheinlichkeit zu priorisieren:
| Mustertyp | Erfolgsquote (Folgebewegung ≥ 5 %) |
| Aufsteigendes Dreieck | 68 % |
| Absteigendes Dreieck | 65 % |
| Schulter-Kopf-Schulter (SKS) | 73 % |
| Doppeltop / Doppelboden | 60 % |
| Rechteck-Ausbruch | 62 % |
(Quelle: Bulkowski, The Encyclopedia of Chart Patterns)
Praktischer Tipp: Konzentrieren Sie sich auf Ausbruchsmuster mit höheren historischen Erfolgsquoten, aber nutzen Sie stets Echtzeit-Bestätigungswerkzeuge wie RSI, MACD und das Volumen.
Daten deuten auch darauf hin, dass die meisten Ausbruchsbewegungen innerhalb von 3 bis 5 Tagen nach dem Ausbruch ihren Höchststand erreichen. Die Anwendung von Techniken zur Messung von Kurszielen (z. B. die Projektion der Dreieckshöhe ab dem Ausbruchspunkt) erhöht die Präzision von Take-Profit-Zielen.
Ausbrüche bieten zwar ein starkes Renditepotenzial, können aber auch zu Fehlsignalen (Fakeouts) und schnellen Trendwenden führen.
Ein diszipliniertes Risikomanagement ist unerlässlich, um das Kapital zu schützen und langfristigen Erfolg beim Ausbruchs-Trading zu sichern.
Ein klug platzierter Stop-Loss hilft zu verhindern, dass man in falschen Ausbrüchen gefangen bleibt:
Berechnen Sie die Trade-Größe, um ein konsistentes Risiko über alle Trades hinweg zu gewährleisten:
Beispiel: Bei einem Konto von 10.000 € und einem Risiko von 2 % pro Trade beträgt der maximale Verlust 200 €.
Wenn der Stop-Loss 50 Pips beträgt, sollte Ihre Positionsgröße in einem Standard-Forex-Konto 4 Lots betragen.
Einige Ausbrüche scheitern schnell. Erkennen Sie Fehlschläge anhand von:
Ausbruchs-Trades sollten idealerweise ein Risiko-Rendite-Verhältnis von mindestens 2:1 bieten. Nutzen Sie Chartmuster (z. B. die Höhe des Dreiecks), um Kursziele zu projizieren.
Schützen Sie Ihre Trades wie ein Profi
Beginnen Sie mit einem kostenlosen Demokonto und meistern Sie Risikomanagement-Techniken in einer risikofreien Umgebung.
Ein strukturierter Plan hilft, emotionale Entscheidungen zu eliminieren und die Konstanz beim Ausbruchs-Trading zu verbessern.
Nachfolgend finden Sie einen schrittweisen Prozess, der Sie von der Erkennung eines potenziellen Ausbruchs bis zur effektiven Verwaltung des Trades führt.
Halten Sie Ausschau nach typischen Ausbruchsformationen wie:
Tipp: Nutzen Sie die Zeichenwerkzeuge der AvaTrade-Plattform, um Ausbruchsniveaus klar zu markieren.
Vor dem Einstieg:
Beispiel: Wenn die Dreieckshöhe 100 Pips beträgt, projizieren Sie 100 Pips ab dem Ausbruchspunkt als Ziel.
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** Haftungsausschluss – Obwohl die Erstellung dieser Inhalte auf sorgfältiger Recherche beruht, dienen sie ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Keiner der bereitgestellten Inhalte stellt eine Form von Anlageberatung dar.
Das Volumen wird oft als der zuverlässigste Indikator angesehen. Ein Ausbruch, der von einem überdurchschnittlichen Volumen begleitet wird, bestätigt die Überzeugung des Marktes hinter der Bewegung. Händler nutzen zur weiteren Bestätigung auch Momentum-Indikatoren wie den RSI und den MACD.
Vermeiden Sie es, Trades basierend auf kurzfristigen Intraday-Spitzen einzugehen. Warten Sie auf einen Kerzenschluss jenseits des Ausbruchsniveaus und bestätigen Sie die Bewegung durch hohes Volumen und unterstützende Momentum-Indikatoren. Der Einsatz von Stop-Losses und ein angemessenes Risikomanagement sind ebenfalls der Schlüssel, um den Schaden durch gescheiterte Ausbrüche zu begrenzen.
Historischen Daten zufolge weisen die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) und aufsteigende Dreiecke relativ hohe Erfolgsquoten bei Ausbrüchen auf (über 65 %). Dennoch bleiben der Marktkontext, das Volumen und das Timing kritische Faktoren.
Ausbrüche treten über alle Zeitrahmen hinweg auf, aber viele Händler bevorzugen den Bereich von 1 Stunde bis zur Tagesansicht, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Klarheit und Trade-Frequenz zu erzielen. Höhere Zeiteinheiten liefern im Allgemeinen zuverlässigere Signale mit geringerem Marktrauschen.