Was ist freier Float?

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Was ist freier Float?

Der Begriff Free Float (Streubesitz) bezieht sich auf die Anzahl der ausstehenden Aktien eines Unternehmens, die für den Handel auf dem freien Markt ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Dies sind die Aktien, die nicht von Insidern, Gründern oder anderen strategischen Aktionären gehalten werden, die ihre Anteile in der Regel nicht kurzfristig verkaufen.

Einfach ausgedrückt ist der Free Float der Teil der Aktien eines Unternehmens, der tatsächlich „im Spiel“ ist – also für Anleger an öffentlichen Börsen zum Kauf und Verkauf bereitsteht. Davon ausgeschlossen sind Aktien, die gesperrt oder anderweitig eingeschränkt sind.

Ausstehende Aktien

Der Free Float ist nicht dasselbe wie die Marktkapitalisierung. Zwei Unternehmen mit ähnlicher Marktkapitalisierung können sehr unterschiedliche Handelseigenschaften aufweisen, wenn sich ihr Streubesitz deutlich unterscheidet.

Free Float vs. Ausstehende Aktien (Shares Outstanding)

Obwohl Free Float und ausstehende Aktien oft zusammen genannt werden, repräsentieren sie unterschiedliche Konzepte. Die Unterscheidung zu kennen ist wichtig, um Handelsvolumen, Volatilität und Aktienperformance richtig zu interpretieren.

Ausstehende Aktien (Shares Outstanding)

Dies bezieht sich auf alle ausgegebenen Aktien eines Unternehmens, einschließlich:

  • Aktien im Besitz von Insidern (Vorstände, Gründer)
  • Aktien im Besitz institutioneller Anleger mit langfristigen Positionen
  • Aktien, die für den öffentlichen Handel verfügbar sind (d. h. der Free Float)

Free Float (Streubesitz)

Dies ist eine Teilmenge der ausstehenden Aktien – spezifisch diejenigen, die der Öffentlichkeit für den Handel zur Verfügung stehen. Es schließt Aktien mit Eigentumsbeschränkungen oder strategischen Haltezwecken aus.

Praxisbeispiel: Tesla (TSLA)

  • Ausstehende Aktien (ca.): 3,18 Milliarden
  • Free Float (ca.): 2,9 Milliarden
  • Der Unterschied? Aktien, die von Elon Musk und anderen langfristigen Investoren gehalten werden, zählen nicht zum Free Float, da sie wahrscheinlich nicht regelmäßig am offenen Markt verkauft werden.

Wie Sie sehen können, hat Tesla zwar eine große Gesamtzahl an Aktien, aber ein bedeutender Teil ist effektiv „fest gebunden“, was die tatsächlich verfügbare Liquidität für die meisten Trader verringert.

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Wie der Free Float das Aktienverhalten beeinflusst

Die Größe des Streubesitzes eines Unternehmens kann maßgeblich beeinflussen, wie sich die Aktie am Markt verhält. Von der Preiseffizienz bis hin zur Volatilität spielt der Free Float eine zentrale Rolle.

Einfluss des Free Float auf das Aktienverhalten

1. Liquidität

Aktien mit hohem Free Float haben in der Regel eine größere Liquidität. Das bedeutet, sie können leichter gekauft oder verkauft werden, ohne große Preisbewegungen auszulösen. Dies ist sowohl für private als auch für institutionelle Trader attraktiv.

Im Gegensatz dazu können Aktien mit geringem Streubesitz („Low Float“) größere Bid-Ask-Spreads und dünnere Orderbücher aufweisen, was die Ausführung zu günstigen Preisen erschwert.

2. Volatilität

Low-Float-Aktien erleben oft stärkere Kursschwankungen, da nur eine begrenzte Anzahl an Aktien verfügbar ist. Selbst moderater Kauf- oder Verkaufsdruck kann hier signifikante Bewegungen verursachen.

3. Risiko von Kursmanipulationen

Bei weniger verfügbaren Aktien können Low-Float-Aktien anfälliger für Manipulationen durch koordinierte Käufe oder spekulativen Handel sein. Dies ist ein Grund, warum Regulierungsbehörden solche Titel oft genauer überwachen.

4. Kriterien für die Indexaufnahme

Wichtige Indizes (z. B. der S&P 500 oder DAX) verlangen oft einen Mindestprozentsatz an Free Float. Unternehmen mit geringem Streubesitz werden oft ausgeschlossen, selbst wenn ihre Marktkapitalisierung hoch ist, was die Nachfrage durch ETFs verringert.

Warum der Free Float für Sie wichtig ist

Für Trader ist der Free Float entscheidend, um klügere Entscheidungen zu treffen. Hier erfahren Sie, warum er auf Ihre Checkliste gehört:

1. Einfluss auf die Orderausführung

Aktien mit hohem Streubesitz sind einfacher ohne Slippage zu handeln. Für aktive Trader bedeutet dies engere Spreads und eine schnellere Orderausführung – besonders wichtig beim Handel mit Hebel.

2. Auswirkungen auf die Volatilität

Low-Float-Aktien können unberechenbar sein. Plötzliche Volumenschübe können die Preise innerhalb von Minuten steigen oder fallen lassen. Dies bietet Chancen, birgt aber auch hohe Risiken.

Tipp: Wenn Sie volatile Low-Float-Aktien handeln, nutzen Sie strikte Risikokontrollen wie Stop-Loss-Orders.

3. Marktzugang und Nachfrage

Aktien mit höherem Free Float werden eher in große Indizes aufgenommen. Dies zieht institutionelle Gelder an, was den Kurs langfristig stützen und die Liquidität erhöhen kann.

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Free Float im Überblick: Wichtige Erkenntnisse

  • Der Free Float (Streubesitz) ist der Teil der Aktien, der dem öffentlichen Handel zur Verfügung steht.
  • Er unterscheidet sich von den ausstehenden Aktien, die auch Insider-Anteile enthalten.
  • Aktien mit hohem Float sind meist liquider und stabiler.
  • Low-Float-Aktien bergen eine höhere Volatilität und damit ein höheres Risiko.

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Free Float FAQs

  • Wie wird der Free Float berechnet?

    Der Free Float wird berechnet, indem man die eingeschränkten Aktien (im Besitz von Insidern oder strategischen Investoren) von der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien abzieht.

  • Warum haben manche Unternehmen einen geringen Free Float?

    Unternehmen mit starkem Gründeranteil, Dual-Class-Aktienstrukturen oder junge IPOs haben oft einen geringen Float, da große Anteile privat gehalten werden oder einer Haltefrist (Lock-up) unterliegen.

  • Kann sich der Streubesitz im Laufe der Zeit ändern?

    Ja. Ereignisse wie Insider-Verkäufe, Kapitalerhöhungen oder das Ende von Lock-up-Fristen können den Float erhöhen. Aktienrückkäufe reduzieren ihn hingegen.

  • Bedeutet ein geringer Float, dass eine Aktie schlecht ist?

    Nicht unbedingt. Low-Float-Aktien können große Handelschancen bieten, erfordern aber aufgrund der hohen Volatilität ein vorsichtigeres Risikomanagement.