Die Lloyds Banking Group plc wurde 2009 gegründet, als Lloyds TSB den Banken- und Versicherungsriesen HBOS übernahm. Lloyds TSB selbst entstand nach einer Fusion im Jahr 1995, aber das Finanzdienstleistungsunternehmen kann seine Wurzeln über dreihundert Jahre zurückverfolgen, als Taylors und Lloyds 1765 ein Geschäft in Birmingham eröffneten. Neben Barclays, HSBC und der NatWest Group gehört Lloyds seit langem zu den „Big Four“ (den vier großen) Banken Großbritanniens.
Das Unternehmen ha seinen Hauptsitz in London, Großbritannien, verfügt aber auch über einen eingetragenen Sitz in Edinburgh, Schottland. Die Lloyds Bank ist an verschiedenen Standorten im Ausland vertreten, hat jedoch in Großbritannien ein starkes Fundament. Lloyds bedient praktisch jede Gemeinde in Großbritannien über seine 3 Kerngeschäftsbereiche:
- Privatkundengeschäft (Retail)
- Firmenkundengeschäft (Commercial Banking)
- Versicherungen und Vermögensverwaltung (Insurance and Wealth)
Insgesamt hat das Unternehmen über 30 Millionen Kunden und 13 einzigartige, etablierte Marken. Lloyds ist zudem die größte Digitalbank Großbritanniens und verfügt über das größte Filialnetz des Landes. Darüber hinaus finanziert die Lloyds Bank etwa ein Drittel der Neubauten in Großbritannien und gehört seit jeher zu den größten Steuerzahlern des Landes. Das Unternehmen hat über Jahrhunderte hinweg eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der britischen Wirtschaft gespielt und tut dies auch heute noch.
Die Lloyds Banking Group plc ist an der London Stock Exchange notiert, wo sie unter dem Börsenkürzel LLOY gehandelt wird. Das Unternehmen ist auch an der New York Stock Exchange (NYSE) zweitnotiert und wird dort unter dem Kürzel LYG gehandelt.
Lloyds Aktienhistorie
Die LLOY-Aktie wird in GBX (Britische Pence) und nicht in Pfund notiert. Das Unternehmen hat in seiner jüngeren Geschichte noch wie einen Aktiensplit durchgeführt. Die LLOY-Aktie startete zur Jahrtausendwende mit einem Kurs von rund 350 Pence und stieg zunächst bis Mai 2002 auf über 400 Pence. Seitdem hat die Aktie herbe Verluste erlitten und kam nie wieder in die Nähe dieser „schwindelerregenden Höhen“.
Die Aktie tendierte in der Folge nach unten und erreichte im März 2003 ein vorübergehendes Tief bei rund 150 Pence, bevor eine schrittweise, aber stetige Rallye einsetzte, bei der die LLOY-Aktie die psychologische Kursbarriere von 300 Pence durchbrach. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden, da der Bankensektor während der Großen Rezession 2007/2008 besonders hart getroffen wurde. Die Aktie brach in diesem Zeitraum stark ein und erreichte Ende Februar 2009 Tiefststände von rund 20 Pence. Seitdem ist es den LLOY-Aktien nicht mehr gelungen, die 100-Pence-Marke zu überschreiten. Die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ließ die Aktie ebenfalls auf Tiefststände von knapp über 20 Pence einbrechen, doch die anschließende Erholung führte bis Juli 2021 dazu, dass sich der Kurs der nun psychologisch wichtigen 50-Pence-Marke annäherte.
Lloyds ist ununterbrochen un ein verlässlicher Dividendenzahler, aber das Unternehmen hat seine Ausschüttungen stets an die jeweiligen geschäftlichen Realitäten angepasst.
Wie man mit der LLOY-Aktie handelt
Hier sind einige der Faktoren, die beim Handel mit der LLOY-Aktie zu berücksichtigen sind:
- Gesetzgebungs- und Steuerpolitik
Die Bankenbranche wird seit ihrer umstrittenen Rolle in der Großen Rezession von 2008 weltweit einer strengeren regulatorischen Kontrolle unterzogen. Es gab zahlreiche gesetzliche und steuerliche Maßnahmen, die direkt auf diesen Sektor abzielten. Als eines der führenden Finanzdienstleistungsunternehmen in Großbritannien wird die Lloyds Bank bei gesetzlichen und steuerlichen Änderungen definitiv mit am stärksten betroffen sein.
- Politische und wirtschaftliche Bedingungen
Bankenaktien wie LLOY orientieren sich in ihrer Richtung an den zugrunde liegenden politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. In den letzten Jahren litt LLOY unter der politischen Krise infolge des Brexits sowie unter der wirtschaftlichen Unsicherheit in Großbritannien. Generell sorgen ein stabiles politisches Umfeld und eine wachsende Wirtschaft für Aufwind für die Aktie, während eine ungewisse politische Lage und eine sich abkühlende Wirtschaft die LLOY-Aktie stark belasten werden.
- Geldpolitik
Wie andere Bankenaktien reagiert auch LLOY sehr empfindlich auf Änderungen im geldpolitischen Umfeld. Insbesondere reagiert die Aktie auf Veränderungen der Zinssätze. Höhere Zinsen führen in der Regel zu höheren LLOY-Kursen, während niedrigere Zinsen den Kurs nach unten drücken. Höhere Zinsen deuten auf eine wachsende zugrunde liegende Wirtschaft hin und steigern die Bankenmargen, während niedrigere Zinsen meist eine sich verlangsamende Wirtschaft sowie geringere Bankenmargen bedeuten.
- Einführung neuer Produkte
Banken müssen in den letzten Jahren innovativ sein, um nicht nur zu florieren, sondern auch zu überleben. Die Lloyds Banking Group ist eine besonders innovative Bank, die verschiedene Gemeinschaften auf der ganzen Welt bedient. Dies unterstreicht, warum sie die größte Digitalbank in Großbritannien ist. Dennoch werden Anleger bei der Veröffentlichung neuer Produkte stets abwägen, ob diese die Bank im Verhältnis zum potenziellen Ertrag unberechtigten Risiken aussetzen. Risikoarme Produkte stärken das Vertrauen der Anleger in die LLOY-Aktie, während risikoreiche Produkte die Aktie belasten.
- Regelmäßige Ergebnisberichte
Das Geschäftsjahr der Lloyds Bank läuft von Januar bis Dezember, und das Unternehmen veröffentlicht Quartals- und Jahresberichte, um Anleger über die Performance des Unternehmens auf dem Laufenden zu halten. Lloyds ist unbestritten ein führender Finanzdienstleister, und seine Performance wird von Anlegern genau beobachtet: Positive Zahlen sind gut für die Aktie, während schwache Zahlen in der Regel eine negative Stimmung hervorrufen.
Warum Sie die LLOY-Aktie bei AvaTrade handeln sollten
Hier sind die Gründe, warum Sie den Handel mit der LLOY-Aktie bei AvaTrade in Betracht ziehen sollten:
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- Long oder Short gehen
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- Handelsbedingungen
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