

EURGBP ist das Börsensymbol für den Wechselkurs vom Euro ins Britische Pfund Sterling. Diese beiden Währungen repräsentieren die größten Volkswirtschaften Europas – das Vereinigte Königreich und die Europäische Union – die sehr stark miteinander verbunden sind. Ein reibungsloser Ablauf beziehungsweise Kapitalfluss zwischen diesen beiden Volkswirtschaften/Wirtschaftsformen hat dazu beigetragen, dass EURGBP – im Vergleich zu anderen Devisenpaaren – eine verhältnismäßig stabile Preislage beibehalten konnte. Bei EURGBP handelt es sich um ein sogenanntes „Kreuzpaar“ (kein USD), weshalb es auf dem Devisenmarkt in die Kategorie „Minors“ eingeordnet wird. Minors haben im Vergleich zu exotischeren Währungspaaren eine geringere Verlustrate. Dieses Paar ist auch unter dem Namen „Chunnel“ bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Referenz auf den Channel Tunnel, der das Vereinigte Königreich und Frankreich/Europa miteinander verbindet. Innerhalb der EURGBP Devisenbörse stellt der EUR die Grundwährung dar, während das GBP die Kurswährung ist. Das bedeutet, dass der Preis des EURGBP-Paares zu jedem beliebigen Zeitpunkt den Betrag des Britischen Pfunds Sterling anzeigt, der benötigt wird, um diesen gegen einen Euro zu wechseln.
Die Geschichte des Pfunds lässt sich bis ungefähr in das Jahr 775 v. Chr. zurückverfolgen. Damit ist diese Währung wahrscheinlich eine der ältesten der Welt. Die gut dokumentierten Kolonialeroberungen des Vereinigten Königreiches konnten den Status und die Dominanz des Pfunds weltweit manifestieren. Und so war diese Währung zeitweise die Hauptwährung der Welt, sowohl bezüglich der Zirkulation als auch gegenläufig. Ihre derzeitige dezimierte Form ist dagegen dem Kollaps des Bretton Woods-Systems geschuldet, der sich im Jahr 1971 ereignete. Seit Oktober 2019 ist das Britische Pfund Sterling die am viertmeisten gehandelte Währung der Welt, und hier gibt es einige große Ereignisse, die dessen Wert nachhaltig beeinflusst haben: Der Ausstieg des Vereinigten Königreiches aus dem Exchange Rate Mechanism/Wechselkursmechanismus im Jahr 1992, das Platzen der Tech-Blase im Jahr 2001 und der Brexit des Jahres 2016, mit dem das Vereinigte Königreich beziehungsweise dessen Bevölkerung dazu entschloss, die Europäische Union zu verlassen.
Der Euro ist dagegen eine Währung des 20. Jahrhunderts, und wurde erst im Jahr 1999 eingeführt. In seinen ersten drei Jahren fungierte der Euro als „unsichtbare“ Währung und wurde lediglich als elektronisches Geld und für Buchhaltungszwecke verwendet. Münzen und Banknoten sollten zum ersten Mal im Januar 2002 eingeführt werden, und zwar in 12 Ländern der Europäischen Union. Der Euro wird heute in 19 der 28 Mitgliedstaaten verwendet. Die Hauptereignisse, die den Wert des Euro beeinflusst haben, sind die Rezession der Eurozone im Jahr 2008 und das …. Der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Jahr 2015.
The enge Beziehung zwischen den beiden Volkswirtschaften hat es dem EURGBP-Paar erlaubt, in den letzten Jahren eine verhältnismäßig stabile und weniger wechselhafte Preisentwicklung zu vollziehen. Dennoch haben die größten politischen und wirtschaftlichen Ereignisse eine signifikante Preisbewegung auf das Paar ausgeübt. Das Allzeit—Tief von 0.5851 verzeichnete das EURGBP-Paar dabei im Oktober 2000, und zwar während des Platzens der Tech-Blase. Im Anschluss daran konnte es wieder steigen und erreichte sein Allzeit-Hoch von 0.9580 im Dezember 2008 – und zwar während der Großen Rezession. Dann wiederum fiel es auf Tiefen von circa 0.6900 im Juli 2015, bevor der Brexit es auf eine Höhe von circa 0.9350 trieb.
Für die Wirtschaftsstatistiken zum Euro stellt Deutschland das Schlüsselland dar, da dieses Land seit dem Oktober 2019 die größte Wirtschaft in der Eurozone ist.
Das EURGBP-Paar hat positive Beziehungen zum USDSGD, CHFSGD und EURMXN. Eine positive Beziehung beziehungsweise Korrelation bedeutet, dass die Preise des EURGBP and die damit korrelierenden Gewinne dazu tendieren, sich in die gleiche Richtung zu bewegen. Das EURGBP-Paar hat zudem eine negative Korrelation zum GBPCHF, GBPJPY und GBPNZD. Eine negative Korrelation impliziert, dass andere Gewinne dazu tendieren, zu sinken, und vice versa, wenn EURGBP steigt.
Wie fast in jeder Währung, haben auch auf den EURGBP-Wechselkurs Zinsraten-Policen der beiden jeweiligen Länder den stärksten Einfluss. Typischerweise hat das Land mit den höchsten Zinsraten dabei auch die stärkste Währung. Da die Europäische Union und das Vereinigte Königreich enge Handelspartner sind, gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die ebenfalls einen starken Einfluss auf dieses Paar haben können. Zu diesen zählen unter anderem GDP, Anstellungen, Handelsbilanzen, Kunden-Selbstbewusstsein und Pressekonferenzen von Staatsoberhäuptern beider Seiten.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die gut funktionieren können, wenn es um den Handel mit dem EURGBP-Paar geht. Der Wiederverkauf ist eine der beliebtesten Strategien, da diese bei diesem Paar besonders gut funktioniert. Die engen Differenzen bieten dem Paar die ideale Ausgangslage für diese Wiederverkaufs-Strategien. Swing-Trading ist eine weitere, beliebte Strategie, und zwar für diejenigen, die gerne größere Marktbewegungen und langfristige Trends einfangen möchten. Das hilft darüber hinaus bei den Trading-Preisen. Einige Trader verwenden inzwischen sogar automatisierte Roboter und Experten-Berater, um vom EURGBP zu profitieren.
Tatsächlich handelt es sich bei EURGBP um eines der besten Paare, wenn es um Trading-Zeiten geht. Der Grund: Die zugehörigen Staaten liegen ungefähr in der gleichen Zeitzone, was heißt, dass die Börsenmärkte ungefähr zur gleichen Zeit geöffnet sind. Es ist am besten, auf die Öffnung der Londoner Börse zu warten, bevor Sie mit EURGBP traden. Dies macht 8:00 Uhr GMT/Greenwich Mean Time eine ideale Startzeit, um mit EURGBP zu traden. Das Paar bleibt bis 16:30 GMT zahlungsfähig/liquide und besonders volatil.