Die Kaffeepreise werden durch Wetterbedingungen, Ernteergebnisse und sich ändernde Konsummuster auf den globalen Märkten beeinflusst.

Kaffee ist ein langsam zubereitetes Getränk aus gerösteten Kaffeebohnen. Er entsteht aus den Beeren des grünen Strauchs, der als Kaffeepflanze bekannt ist und in den tropischen Klimazonen von über 70 Ländern wächst. Der Großteil der Importe stammt aus Industrieländern. Der weltweite Kaffeekonsum liegt täglich bei 3,4 Milliarden Tassen, was die Nachfrage nach diesem Produkt extrem hoch macht.
Ursprünglich im späten 15. Jahrhundert in Äthiopien angebaut, wurden die Beeren getrocknet, geröstet und anschließend die Aromen extrahiert, um sie Königen und Sultanen zu servieren. So erlangten Kaffeebohnen in der westlichen Welt zunehmend Popularität.
Wir alle kennen die Wirkung von Kaffee auf unseren Körper: Er wirkt Adenosin entgegen, einem chemischen Molekül, das Müdigkeit verursacht. Kaffee signalisiert dem Gehirn, Adenosin zu ignorieren und stattdessen Adrenalin in den Blutkreislauf freizusetzen, wodurch der Körper sich wach und aufmerksam fühlt. Dies hat Kaffee für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Alltags gemacht.
Zu den Kaffeebörsen gehören die Brazilian Mercantile and Futures Exchange (BM&F), NYSE Euronext, Kansai Commodities Exchange (KEX), Intercontinental Exchange (ICE), Multi Commodity Exchange (MCX), Singapore Commodity Exchange (SICOM), National Commodity and Derivatives Exchange (NCDEX) sowie die Tokyo Grain Exchange (TGE).
Hochwertige Arabica-Kaffeebohnen werden hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika angebaut und erzielen hohe Preise. Dies hat Brasilien (mit einer Jahresproduktion von über 2,7 Millionen Tonnen) zum weltweit größten Kaffeeexporteur gemacht. Brasilien lässt den günstigeren Robusta-Kaffeebohnen freie Bahn im Wettbewerb. Robusta erfreut sich in letzter Zeit weltweit großer Beliebtheit, und Vietnam ist mit einer Jahresernte von über 1,65 Millionen Tonnen sein wichtigster Konkurrent. Vietnam ist zum zweitgrößten Kaffeeexporteur der Welt aufgestiegen, da Robusta-Bohnen 70 % günstiger sind als Arabica und Kaffee somit für die breite Masse erschwinglicher machen.
Wetter und Klima haben einen erheblichen Einfluss auf das Wachstum der Kaffeepflanze. Anbau und Röstung verleihen dem Kaffee seinen charakteristischen Geschmack. Ungünstige Wetterbedingungen beeinträchtigen Wachstum und Ertrag der Pflanze und somit den Kaffeepreis. Kürzere Röstzeiten führen zu säurehaltigeren und bittereren Bohnen und damit zu einem günstigeren Preis; längere Röstzeiten hingegen ergeben einen milderen Geschmack, was sich ebenfalls auf den Preis auswirkt.
Die Nachfrage nach Kaffee ist in Ländern hoch, in denen Kaffeekonsum Tradition hat: Finnland führt den Markt mit einem hohen Pro-Kopf-Verbrauch von 9,6 kg an, gefolgt von Norwegen mit 7,2 kg und den Niederlanden mit 6,7 kg.
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