Kapitalmanagement

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Was ist Kapitalmanagement?

Wie viele Trader werden auch Sie unter Umständen glauben, dass Kapitalmanagement eine ziemlich klare und leicht umsetzbare Angelegenheit ist – doch geht es dabei um etwas mehr als nur darum, Ihr Geld zu verwalten und vernünftig zu investieren. Es geht um einen ganzen Prozess von Sparen, Investieren, Planen und Ausgeben von erwirtschaftetem Kapital. Dies trifft auch auf die Kontrolle der Nutzung von Unternehmensgeldern zu.

Jeder praktiziert in der einen oder anderen Form Geldmanagement im alltäglichen Leben, sei es im Privatleben oder bei der Anlageverwaltung wie beispielsweise beim FX Trading. Der erfolgreiche FX-Handel bzw. CFDs erfordert reichlich Disziplin. Sie benötigen eingehende Kenntnisse der grundlegenden Elemente des Online Handels, die notwendig sind, wenn Sie langfristige Gewinne aus dieser Branche ziehen möchten.

Unerfahrenheit bzw. Fehlende Grundkenntnisse des Traders stellen den Hauptgrund für Verluste beim Forex- , CFD-Handel und ETF Trading dar. Eine Vernachlässigung der Prinzipien Ihres Kapitalmanagements erhöht das Risiko und resultiert in verringerten Gewinnen. Da Forex auch zu seinen Hochzeiten extremer Volatilität unterliegt, besteht hier ein inhärentes Risiko. Die richtigen Fähigkeiten beim Kapitalmanagement sind also unerlässlich beim Eintritt in die Märkte.

Risikomanagement

Beim Einstieg in einen Forex- oder CFD-Trade muss vorab ein gewisses Verständnis vorhanden sein, dass Sie sich in eine Situation mit Verlustrisiko begeben, und dies als Voraussetzung für das Leverage Trading akzeptieren. Der Onlinehandel birgt viele Risiken, es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, diese Risiken zu reduzieren.
Unter Berücksichtigung, dass Gewinne immer mit Risiken verbunden sind, stellen wir Ihnen hier ein paar Grundsätze vor:

  • Praktische Erfahrung in der Bestimmung der Positionsgrößen
  • Erkennung der Handelsrisiken
  • Analyse und Auswertung dieser Risiken
  • Entwicklung von Lösungen zur Reduzierung dieser Risiken
  • Konstante Übernahme und Ausarbeitung dieser Lösungen

Die Bestimmung der passenden Positionen bzw. Positionsgrößen kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen – doch egal, ob simpel oder komplex, sollten sie optimal für Ihre Handelsplattform geeignet sein. So können Sie sowohl die Gewinn- wie auch Verlusttrades problemlos managen. Dabei können Sie drei Modellen folgen:

Festgelegte Lotanzahl

Ein großartiger Weg für Neueinsteiger, ihre Tradingkarriere zu beginnen. Hierbei handeln Trader mit gleichen Positionsgrößen, die aller Wahrscheinlichkeit nach sehr klein gehalten sind. Lots können während der Trades verändert werden, je nach dem, ob sich der Kontostand während der der Handelsperiode vergrößert oder verkleinert. Der Kontostand ist gerade am Anfang sehr wichtig – halten Sie ihn vorerst niedrig und nutzen sie eine Leverage von 2:1; auf diese Weise können Sie potenzielle Gewinne stetig mit der Zeit steigern.

Prozentsatz des Eigenkapitals

Die Idee, die hinter dem Prozentsatz des Eigenkapitals steht, basiert auf der Größe Ihrer Position, die wiederum auf der Höhe des Veränderungsprozentsatzes Ihres Eigenkapitals basiert. Am besten bestimmt man den prozentualen Anteil des Eigenkapitals eines jeden Trades; dies definiert und ermöglicht dann das Kapitalwachstum in Relation zur Positionsgröße. Man kann natürlich jederzeit den Prozentsatz des Eigenkapitals von Trade zu Trade erhöhen, doch muss an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, dass mit steigenden Gewinnmöglichkeiten auch das Risiko steigt.

Was gilt als sicherer Prozentsatz des Eigenkapitals beim Handeln?

Es wird häufig greaten, mit einem eher kleinen Prozentsatz des Eigenkapitals wie 1% oder 2% zu handeln, was einem Leverage von 50:1 pro Trade entspricht, wodurch Sie auch länger in Ihrer Position bleiben können. Einfach ausgedrückt – halten Sie die Größe Ihrer Trades proportional zu Ihrem Eigenkapital. Wenn Sie Verluste erleiden, wird Ihre Postionsgröße sonst reduziert, wodurch Ihr Konto zu schnell auf ein Null-Guthaben reduziert werden könnte. Man kann jedoch auch die Größe des anfänglichen Trades reduzieren, um den Kapitalschaden zu minimieren, wenn man eine Verlustserie erleidet.
Denken Sie immer daran, dass es langwieriger ist, Verluste wieder auszugleichen, als genau diesen Betrag zu verlieren.

Weiterführender Prozentsatz des Eigenkapitals durch Stopp-Loss

Die Methode hinter dieser Technik besteht darin, jeden Trade auf einen Teil Ihres Kontokapitals zu begrenzen – dieser liegt häufig bei zwischen 2% und 10%. Der Unterschied dieser Methode zum „Fixed Ratio“ besteht darin, dass sie bei beim Handel von Optionen und Futures verwendet wird, und dabei helfen soll, Ihre Aktivitäten auf den Märkten zu steigern, während Ihre kumulierten Gewinne geschützt werden.

Richtlinien zum Festlegen von täglichen oder wöchentlichen Handelsstufen

Schauen wir uns ein einfaches Beispiel an: Das Handelssaldo eines Traders liegt bei 1000$ und er entschließt sich, nur 2% dieses Saldos (20$) in jeden Trade zu investieren. Wenn er nun ein Mini-Lot (10,000 Einheiten) vom Währungspaar EUR/USD handelt, dann ist jeder Pip 1 USD wert. Der Händler sollte eine Stopp-Loss-Order setzen für den Fall, dass der Kurs um 20 Pip fällt. Enden 5 Trades in Folge im Verlust, verliert der Trader ungefähr 100$.
Nehmen wir nun an, derselbe Trader ist bereit, 10% des Kapitals in einen einzelnen Trade zu investieren. Er handelt mit einem Standard-Lot von 100,000 Einheiten des Währungspaares EUR/USD. In diesem Fall sollte der Trader eine Stopp-Loss-Order setzen, für den Fall, dass der Kurs beim erten Trade um 10 Pips sinkt (= 100$). Wenn der erste Trade im Verlust endet, beträgt das neue Stopp-Loss-Ziel 9 Pips (= 90$), was 90% des verbleibenden Kontosaldos von 900$ entspricht; so verhält es sich dementsprechend mit 8, 7 und 6 Pips bei den folgenden Verlusttrades. Verliert man 5 Mal in Folge bei dieser Prozentsetzung, liegt der Gesamtverlust bei 400$.

Richtlinien zum Festlegen von täglichen oder wöchentlichen Handelsstufen
Anzahl der Verlusttrades (Kontostand €1,000) 2% Entzug 10% Entzug
1 €980 €900
2 €960 €810
3 €940 €730
4 €920 €660
5 €900 €600

Die gleiche Prozentsetzungsrechnung kann so gestaltet werden, dass sie tägliche bzw. wöchentliche Handelsstufen umfasst. Wenn beispielsweise die Prozentsetzung für einen Tag bei 10% des Kontostandes liegt, müsste der Trader unseres ersten Beispiels den Handel am ersten Tag bei einem Verlust von €100 für den betreffenden Tag beenden.

Risiko- und Gewinnquote mittels Stopp-Loss

Wenn Sie bereit sind, mit dem Handel zu beginnen, eröffnen Sie ein Echtzeitkonto auf der entsprechenden Plattform und zahlen das Ihren Verhältnissen entsprechende Kapital ein. Der Schutz Ihres Kapitals, wenn sich Forex- bzw. Aktienkurse gegen Sie wenden, ist unerlässlich und bildet die Grundlage des Kapitalmanagements. Der Handel mit einem ernsthaften Kapitalmanagement kann allein damit beginnen, dass man sowohl die Risiko-Gewinnquote kennt, als auch weiss, wie Stopps gesetzt und verfolgt werden:

Stop-Loss:

Hierbei handelt es sich um die Standardmethode zur Begrenzung von Verlusten auf einem Handelskonto mit rückläufiger Kapitalbewegung. Durch die Platzierung einer Stopp-Loss-Order wird ein Wert festgelegt, der den Maximalverlust, den ein Trader bereit ist, in Kauf zu nehmen, darstellt. Wenn der Wert des letzten Trades unter diesen festgelegten Betrag fällt, wird das Stopp-Loss ausgelöst und eine Marktorder gesetzt, so dass der Trade „angehalten“ wird. Die Stopp-Loss-Order schliesst die Position zum aktuellen Marktpreis und verhindert somit die Akkumulierung von Verlusten.

Trailing-Stopp:

Das Trailing-Stopp hat gegenüber dem Stopp-Loss einige Vorteile und stellt eine flexiblere Methode zur Begrenzung von Verlusten dar. Es ermöglicht Tradern, ihren Kontostand zu schützen, wenn der Kurs des gehandelten Basiswertes sinkt. Ein Vorteil des Trailing-Stopps besteht darin, dass in dem Moment, in dem ein Kurs steigt, ein Trailing-Feature ausgelöst wird, das eine eventuelle Absicherung und eine Risikosteuerung des Kapitals auf dem Handelskonto ermöglicht. Der Hauptvorteil eines Trailing-Stopps ist jedoch, dass nicht nur den Kontostand, sondern auch die Gewinne des laufenden Trades geschützt werden können.

Risiko-Gewinn-Quote

Eine andere Möglichkeit zur Erhöhung Ihres investierten Kapitals ist den Zeitpunkt zum Traden zu erkennen, an dem Sie potenziell dreimal so viel profitieren können wie Sie riskieren. Setzen Sie sich eine Gewinn-Risiko-Quote von 3:1; darauf basierend sollten Sie eine weitaus größere Chance haben, positive Rendite zu erzielen. Die Hauptidee besteht darin, den Zielgewinn dreimal so hoch wie den Stopp-Loss-Trigger zu setzen – beispielsweise eine Take-Profit-Order auf 30 Pips und eine Stopp-Loss-Order auf 10 Pips zu setzen, ist eine gute Illustration für eine 3:1 Gewinn-Risiko-Quote.

Behalten Sie Ihre Gewinn-Risiko-Quote in einem überschaubaren Maßstab – hier eine einfache Darstellung der Quote zum besseren Verständnis
10 Trades Verlust Gewinn
1 €1.000
2 €3.000
3 €1.000
4 €3.000
5 €1.000
6 €3.000
7 €1.000
8 €3.000
9 €1.000
10 €3.000
TOTAL: €5.000 €15.000

 

Kapitalmanagement Tipps bei AvaTrade

Ganz gleich, ob Sie ein Tagestrader, Swing-Trader oder Scalper sind, ist Kapitalmanagement eine grundlegende Einschränkung der Risikien, die erlernt werden und bei jedem gesetzten Trade angewendet werden muss. Nutzen Sie Techniken zum Kapitalmanagement oder Sie werden das Verlustrisiko Ihres Kapitals erhöhen. Die folgenden Tipps sind beim Trading und Risikomanagement einfach und und leicht zu befolgen:

Investieren Sie niemals Kapital, das Sie sich nicht zu verlieren leisten können

Die allererste Faustregel besagt, dass Sie niemals Geld auf Ihr Handelskonto einzahlten sollten, das Sie im Grunde nicht haben. Denken Sie daran: Wenn Sie es sich nicht leisten können, Verluste Ihres investierten Kapitals in Kauf nehmen zu können, zahlen Sie auch kein Geld ein, dessen Verlust Ihnen zum Schaden gereichen kann. Trading ist kein Glücksspiel – es muss auf fundierten Entscheidungen gehandelt werden.

Stopps und Begrenzungen sollten pro Trade angewendet werden

Als Ihr Broker raten wir Ihnen, Stopp-Loss-Orders zu setzen. Messen Sie diesen genauso viel Wichtigkeit bei wie Ihren Einsätzen – Trading sollte auf Entscheidungen basieren, nicht auf Glück. Sie brauchen ein Stopp-Loss für jeden Trade; dies ist Ihr Sicherheitsnetz, das Sie vor großen Kurssschwankungen schützt.

Wenn Sie Gewinne erzielen

Wenn Sie Ihren Zielgewinn erzielen, schließen Sie den Trade und genießen Sie den Gewinn. Eine Auszahlung bei AvaTrade erfolgt einfach, schnell und sicher.
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Setzen Sie Ihre Stopp-Loss-Order und Take-Profit-Orders

Eines der grundlegenden Handelsprinzipien besteht darin, wie Sie Ihre Risiko-Gewinn-Quote angemessen festlegen. Dies kann getan werden, indem Sie festlegen, wo Sie die Richtung Ihres Trades definieren können, wie weit der Markt zu Ihren Gunsten gehen wird. Diesen Wert im Hinterkopf zu haben, ist ausschlaggebend für die Organiseriung Ihrer Stopp-Loss- (S/L) und Take-Profit-Order (T/P).
Wie bereits erwähnt, liegt die herkömmliche Quote beim Devisenhandel bei 3:1 für Anfänger – eine geringere Risiko-Gewinn-Quote würde zu riskant sein. Für erfahrene Trader kann dies auf ein Minimum von 4:1 erhöht werden, sollte aber nie bei über 5:1 liegen.

Schritte für die Einstellung Ihrer S/L und T/P-Order:

  • Notieren Sie Ihren Zielgewinn in Pips. Diese Zahl kann entweder willkürlich sein, oder aus prognostizierbaren Kursniveaus bzw. aktuellen Marktpreisen resultieren.
  • Nehmen Sie die Zahl aus dem vorherigen Schritt und dividieren Sie diese durch die Gewinn-Risiko-Quote, um die maximal zulässige negative Kursbewegung zu ermitteln.
  • Nun sind Sie bereit, Ihre S/L- und T/P-Orders zu setzen, indem Sie die Zahl Ihres Zielgewinnes und des zulässigen Risikowertes nehmen, und die Distanz zwischen dem aktuellen Marktpreis (in Pips) sowohl für den Risiko- als auch für den Gewinnwert berechnen. Aus diesen beiden Zahlen richten Sie Ihre Stopp-Loss- und Take-Profit-Order ein.

Zur Veranschaulichung der oben genannten Regel ein Beispiel:

Der aktuelle EUR/USD-Kurs wird bei 1,02660 gehandelt.
Wir gehen nun davon aus, dass der Markt nacho ben tendieren wird, und wir möchten mit dem Trend gehen, da wir glauben, dass der Markt auf ein Minimum von 1,02759 steigen wird.
Wir würden nun unseren Zielpreis auf 1,02760 setzen und den aktuellen Marktpreis von 1,02660 abziehen:
1.02760 – 1.02660 = 100 (pips)
Um den Wert des Risikofaktors in Pips basierend auf einer Gewinn-Risiko-Quote von 3:1 zu berechnen, teilen wir die Gesamtanzahl der Pips (100) durch die Gewinnquote (3) = 33,33 Pips (Risiko).
So haben wir die Risiko- und Gewinnziele leicht ermittelt und können nun das Stopp-Loss- und Take-Profitlevel festlegen.
Abschließend nehmen Sie den aktuellen Martkpreis und subtrahieren diesen vom Risikowert. Dann addieren Sie den Gewinnwert zum aktuellen Marktpreis und die endgültigen Zahlen, die daraus resultieren stellen dasStopp-Loss und Take-Profit dar.
1.02660– 0.00033 = 1.02627 S/L
1.02660 + 0.00100 = 1.02760 T/P

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