MACD Trading Strategies

Der MACD gilt als einer der zentralen Indikatoren in der technischen Analyse. Er ist das zweitbeliebteste technische Hilfsmittel nach dem gleitenden Durchschnitt (MA).

Dieser Indikator wird sowohl in Strategien fĂŒr Trading-AnfĂ€nger als auch in fortgeschritteneren professionellen Systemen verwendet.

Was sind die Vorteile des MACD, wie können Sie den Oszillator implementieren und fĂŒr Ihr Trading nutzen?

MACD: Prinzip und Besonderheiten

Der MACD ist ein Oszillator, obwohl er oft als Trendindikator oder sogar als “Trendoszillator” bezeichnet wird.

Dies liegt daran, dass der MACD auf zwei gleitenden Durchschnitten basiert, welche auf Basis des direkten Charts beruhen (diese werden im MACD-Chart nicht angezeigt, sondern nur ihre Messwerte verwendet).

Der MACD selbst wird in einem separaten Fenster unter dem Chartbild angezeigt. Er sieht aus wie ein Histogramm mit einer Hilfslinie. Das Histogramm zeigt die Divergenz zweier gleitender Durchschnitte.

Wenn sich einer von ihnen vom anderen entfernt, werden die dargestellten Balken lĂ€nger. Wenn sich die gleitenden Durchschnitte annĂ€hern, werden die Balken kĂŒrzer.

Thus, rapid movements will result in long bars in the MACD histogram, and flat will be indicated by short bars.

MACD Indicator

Schnelle KursausschlĂ€ge fĂŒhren daher zu langen Balken im Histogramm des MACD. SeitwĂ€rtsbewegungen werden hingegen durch kurze Balken angezeigt.

Befindet sich das Histogramm ĂŒber der Nulllinie, bedeutet dies, dass der schnelle ĂŒber den langsamen gleitenden Durchschnitt steigt und sich allmĂ€hlich davon entfernt. Eine solche Situation weist auf einen AufwĂ€rtstrend hin.

Wenn die Balken unter die Nulllinie fallen und der sich schnell bewegende Durchschnitt unter dem langsamen liegt, wird ein AbwÀrtstrend angezeigt.

Diese Linie dient dazu, zusĂ€tzliche Signale vom Indikator zu erhalten. Um Verwirrung zu vermeiden, nennen wir es einen “MACD Gleitender Durchschnitt”.

MACD Indikator implementieren

MACD gehört zu den Standardwerkzeugen von MetaTrader 4 sowie MetaTrader 5, und die Implementierung ist mit wenigen Klicks erledigt.
Am einfachsten geht das ĂŒber den Abschnitt “Indikatoren” im oberen MenĂŒ der Plattform:

Adding the MACD indicator

Danach öffnet sich das Fenster mit den Anzeigeeinstellungen:

Setting the MACD indicator parameters

Hier können Sie die Hauptparameter des Indikators einstellen:

  1. Schnelle und langsame MA sind die gleitenden Durchschnitte. Sie werden auf die Kursentwicklung im Chartbild angewendet und liefern die Daten fĂŒr das Histogramm. Je grĂ¶ĂŸer der Unterschied zwischen den Perioden ist, desto schnellere Änderungen werden in dem Histogramm angezeigt. In den meisten FĂ€llen bleiben diese Parameter in der Standardeinstellung (sofern eine bestimmte Strategie nichts anderes erfordert).
  2. MACD-SMA ist ein Parameter vom gleitenden Durchschnitt des MACD selbst. Je grĂ¶ĂŸer der Parameter, desto weiter entfernt sich der Mittelwert vom Histogramm und desto seltener werden sie sich schneiden. Mit der Einstellung dieses Parameters kann die Genauigkeit des Signals innerhalb einer Handelsstrategie angepasst werden: Je höher der Parameterwert, desto weniger Signale werden generiert.
  3. Als nĂ€chstes mĂŒssen Sie die Parameter (Eröffnungskurs, Schlusskurs, höchster und niedrigster Wert der Kerze) festlegen, welche die verbleibenden Kriterien bestimmt.
  4. Abschließend können Sie ein festes Minimum und ein festes Maximum als Parameter festlegen. Das Histogramm wird sich nicht ĂŒber oder unter sie bewegen.

Durch das Öffnen von anderen Tabs können Sie die Farbauswahl festlegen, den Zeitrahmen Ă€ndern oder Ebenen hinzufĂŒgen, die eine gerade Linie auf dem Indikator darstellen (standardmĂ€ĂŸig auf “0” gesetzt).

FĂŒr eine bestimmte Strategie können zusĂ€tzliche Ebenen zum Verfolgen der Signale erforderlich sein. Beispiel: Verkauf eines Basiswerts bei der Überschneidung des Verlaufshochs im Chartbild.

Setting the MACD levels

Sobald der Indikator eingerichtet und auf den Chart angewendet wurde, können Sie mit dem Handel beginnen.

Es gibt sowohl einfache als auch komplexere Handelsstrategien mit dem MACD.

Einfache Strategie mit dem MACD

Die einfachste Strategie fĂŒr den Einsatz des MACD erfordert keine zusĂ€tzlichen Indikatoren. Alleine die Signale des MACD reichen aus, um Einstiegspunkte zu bestimmen.

Mit dieser Strategie werden die Orders wie folgt eröffnet:

  1. Wenn das MACD-Histogramm den gleitenden Durchschnitt nach oben ĂŒberschreitet, wird die Kauforder platziert.
  2. Wenn das MACD-Histogramm den gleitenden Durchschnitt nach unten unterschreitet, wird die Verkaufsorder platziert.
MACD signals examples

Der empfohlene Stop Loss dieser Strategie liegt nach dem Kauf unter dem Tiefpunkt der Kerze, welche fĂŒr den Einstieg verwendet wurde. Bei einem Verkauf liegt der Stop Loss ĂŒber dem Höchstkurs der Kerze, zu welcher der Verkauf ausgefĂŒhrt wurde.

Der Take Profit sollte das Dreifache des Stop Loss betragen oder sich am nÀchstgelegenen markanten charttechnischen Kursniveau befinden.

MACD Trading mit Konvergenz / Divergenz

Das Signal der Konvergenz / Divergenz im MACD ist eines der stĂ€rksten. Die Konvergenz wird durch eine AnnĂ€herung der Bewegungsrichtung des MACD-Histogramms und der Kursentwicklung im Chartbild dargestellt. Es sieht folgendermaßen aus:

Convergence on the EUR/USD H1 chart

Der Chart zeigt, wie sich die Kursbewegung nach einem starken AbwÀrtstrend verlangsamte, sich umkehrte und dann wieder auf ein neues Tief fiel.

Gleichzeitig hat der MACD auch ein lokales Minimum ausgebildet, welches allerdings ĂŒber dem vorherigen Tief notiert.

Dies signalisiert die Kursentwicklung, dass sie “erschöpft” ist und der Kurs höchstwahrscheinlich wieder steigen wird.

Obwohl dies jetzt auch im Chart selbst angezeigt wird, signalisiert der Indikator dies bereits im Voraus. Genau dadurch wird er fĂŒr das Trading wertvoll.

Der Konvergenzhandel wird wie folgt durchgefĂŒhrt:

  1. Wenn der Indikator das zweite Minimum ĂŒber dem ersten „markiert“, mĂŒssen Sie kaufbereit sein.
  2. Der Markteintritt erfolgt, wenn die Kursumkehr durch den charttechnischen Durchbruch der oberen Trendlinie (Widerstand) bestÀtigt wird.

Die Divergenz unterscheidet sich von der Konvergenz dadurch, dass die Linien im Diagramm und am oberen Rand des Histogramms nicht konvergieren, sondern sich in verschiedene Richtungen bewegen (die Diagrammlinie verlÀuft nach oben, wÀhrend die Linie im Anzeigefenster sich nach unten bewegt).

Divergence on the EUR / USD D1 chart

In diesem Fall wird ein Verkauf durchgefĂŒhrt, sobald der Kurs die UnterstĂŒtzungslinie des Trendkanals durchbricht.

MACD + МА Strategie

Um den Handel effizienter zu gestalten, können Sie den MACD gemeinsam mit anderen Indikatoren verwenden.

Die beste Möglichkeit zur ErgĂ€nzung des MACD-Oszillators wĂ€re ein Trendindikator. Die effektivste und einfachste Variante wĂ€re das EinfĂŒgen eines gleitenden Durchschnitts (einem Moving Average).

Die Kauf- und Verkaufssignale lauten dann wie folgt:

  1. Wenn die Kursentwicklung im Chart den gleitenden Durchschnitt nach unten kreuzt und das Histogramm seinen Durchschnitt in derselben Richtung schneidet, wird eine Verkaufsorder eröffnet.
  2. Wenn beide Kreuzungen nach oben weisen, wird eine Kauforder eröffnet.
MACD + MA signals

Das Resultat sind weniger falsche Eintrittspunkte, weil die Indikatoren ihre Signale gegenseitig filtern.

Dieses System kann zwar auch zu Verlusten fĂŒhren, sollte aber aufgrund der starken Trendbewegungen durch höhere Gewinne kompensiert werden.

Komplexe Strategie mit MA und RSI

Die Regel „Je mehr Indikatoren, desto besser“ funktioniert leider nicht immer. Die Experten fĂŒr technische Analysen sind sich jedoch einig, dass Charts bis zu fĂŒnf Indikatoren enthalten dĂŒrfen.

Wir werden die Strategie anhand von drei Indikatoren betrachten: MACD, MA und dem RSI Oszillator.

In diesem Fall ist es durchaus angebracht, zwei Oszillatoren zu verwenden. WĂ€hrend der MACD bei der Ermittlung der Kursrichtung fĂŒr die anschließende Positionierung hilft, ermittelt der RSI die optimalen Einstiegspunkte.

Diese Kombination wird nicht nur den Markteintritt in die richtige Trendrichtung ermöglichen, sondern kann auch zur Maximierung des Gewinns fĂŒhren.

Sie können sich auch dafĂŒr entscheiden, keine Position zu eröffnen, wenn sich der Trend abschwĂ€cht und Sie die Einstiegschance verpasst haben.

Die komplexe Strategie erlaubt den Kauf unter folgenden Bedingungen:

  1. Die Kursentwicklung im
    Chart schneidet den MA nach oben.
  2. Das Histogramm des MACD
    kreuzt den gleitenden Durchschnitt in derselben Richtung.
  3. Der RSI erreicht die
    ĂŒberverkaufte Zone (unter 30) und bewegt sich dann nach oben.
MACD + RSI + MA buy signal

Wenn sich die Situation umkehrt, werden die VerkÀufe getÀtigt.

In diesem Fall dient der RSI als leistungsstarker Filter, welcher einen zu spĂ€ten Markteintritt verhindert. Gleichzeitig filtern der MA und MACD die falschen Einstiege in den ĂŒberverkauften und ĂŒberkauften Zonen des RSI.

Fazit

Der MACD kann einen sehr hilfreichen Indikator fĂŒr den auf der technischen Analyse basierenden Handel darstellen. Allerdings sollte er um weitere Indikatoren oder Oszillatoren ergĂ€nzt werden, um effizient fĂŒr das Trading genutzt werden zu können.

Zusammen mit zwei oder drei geeigneten Indikatoren wird der MACD ein Handelssystem mit positivem VerhÀltnis zwischen guten und falschen Einstiegspunkten liefern.

Dadurch können disziplinierte HÀndler sich langfristige Gewinne sichern.

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Der Handel am Kapitalmarkt ist mit hohen Risiken fĂŒr das eingesetzte Kapital verbunden. Folglich mĂŒssen Anleger stets die Regeln fĂŒr das Risiko- und Money-Management befolgen und Verlustbegrenzungen mit einem Stop Loss durchfĂŒhren. Alle von dem Trader auf dem Forex-Markt getroffenen Entscheidungen trifft er auf eigenes Risiko.

Wir
empfehlen Ihnen, unseren Bereich fĂŒr AnfĂ€nger zu besuchen, um weitere Artikel
ĂŒber den Handel mit Devisen und CFDs zu erhalten.

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